Ụ ruk
sumerischer Stadtstaat in Mesopotamien, schon im 4. Jahrtausend v. Chr. besiedelt, Hauptstadt Babyloniens zwischen 3000 und 2700 v. Chr.; in der sumerischen und akkadischen Mythen- und Sagenüberlieferung werden als Könige Emmerkar, Lugalbanda, Dumuzi und Gilgamesch genannt; Blüte auch in neubabylonischer Zeit, unter den Achämeniden, Seleukiden und Parthern; wegen Verlagerung des Euphrat im 5. Jahrhundert n. Chr. verlassen. – Ausgrabungen brachten eine etwa kreisförmige Stadt zu Tage, die von einer 9 km langen Stadtmauer (nach dem Gilgamesch-Epos um 2700 v. Chr. erbaut) umgeben ist. Im Innern liegt der der Himmelsgöttin Ianna geweihte Tempelbezirk Eanna.
Auch: heutiger Ruinenhügel Warka , das biblische Erech