V ị lnius
Hauptstadt Litauens, an der Neris, 554 000 Einwohner (davon rund 58% Litauer, 19% Polen, 14% Russen); Kultur-, Handels- und Verkehrszentrum (Europäische Kulturhauptstadt 2009); katholischer und russisch-orthodoxer Erzbischofssitz; Universität (seit 1803; gegründet 1578 als Jesuitenkolleg), Technische Universität (gegründet 1956), Akademie der Wissenschaften, pädagogische Universität, Kunstakademie, Europäische Universität für Humanitäre Studien (seit 2005 in Vilnius); Nationalgalerie (2009 eröffnet), Geschichts-, Völkerkunde- und Heimatmuseum, 3 Theater; Altstadt (Weltkulturerbe seit 1994), Türme der Unteren und Oberen Burg (13. Jahrhundert), Annenkirche (16. Jahrhundert), St. Nikolai (15. Jahrhundert), Bernhardinerkirche (Anfang 16. Jahrhundert) und mehrere Barockkirchen; Rathaus (Ende 18. Jahrhundert), ehemaliger Palast des Großfürsten (2009 wieder aufgebaut); Handels- und Finanzzentrum, Messestadt; Maschinen- und Gerätebau, Nahrungsmittel-, Holz-, Leder-, Textil-, chemische, elektrotechnische, elektronische und Baustoffindustrie; Wärmekraftwerk; Tourismus; Hafen und internationaler Flughafen.
Um eine alte Burg entstand im 13. Jahrhundert die Stadt, die von Großfürst Gedymin 1322/23 zur Hauptstadt Litauens (bis 1795) gemacht wurde. 1387 katholisches Bistum und magdeburgisches Stadtrecht, ca. 1503 Stadtmauer, 1578 jesuitische Akademie (seit 1803 polnische Universität; 1832 – 1919 geschlossen); 1794 – 1915 russisch, dann bis 1939 polnisch, 1915 – 1918 und 1941 – 1944 von deutschen Truppen besetzt; 1940/41 und seit 1945 Hauptstadt Litauens.
Auch: deutsch Wilna , russisch Wilnjus