Vogelnest
Brut- und Aufzuchtstätte der Vögel. Meist werden pflanzliche Fasern, Haare oder Federn gesammelt und auf Bäumen, Felsen oder auch auf dem freien Boden mehr oder weniger kunstvoll zusammengefügt. Häufig sind napfförmige (z. B. Amsel), seltener geschlossene (z. B. Zaunkönig), in eine Astgabel eingehängte (z. B. Pirol) oder hängend geflochtene Vogelnester (Webervögel). Einige Vögel kleben Nistmaterial mit Speichel zusammen (Salanganen u. a. Segler); die Töpfervögel vermauern Lehm mit dem Nistmaterial zu frei stehenden, kompakten, z. T. mehrkammerigen Bauten. Ferner nisten zahlreiche Vogelarten in Baumhöhlen (Höhlenbrüter). In Ausnahmefällen fehlt das Vogelnest ganz (z. B. viele Alken), oder es werden nur einige Steine zusammengetragen (einige Pinguine).