Welfenschatz
Reliquienschatz des Hauses Braunschweig-Lüneburg (Burg Dankwarderode), bestehend aus Reliquiaren u. a. Gegenständen des sakralen Kunstgewerbes aus dem 11. – 15. Jahrhundert; die Stücke gehen z. T. auf Stiftungen der Welfen zurück. 1671 gelangte der Welfenschatz aus dem Braunschweiger Dom in die Schlosskirche zu Hannover, 1862 in das Welfenmuseum; 1930 wurde er verkauft. Seit 1935 konnten die geschichtlich wichtigsten und künstlerisch bedeutendsten Gegenstände zurückgekauft werden: das Welfenkreuz (11. Jahrhundert), das Portatile des Eilbertus (1150 – 1160), das Kuppelreliquiar (um 1175) und das Plenar Ottos des Milden (1339). Das berühmte Evangeliar Heinrichs des Löwen , das König Georg V. aus dem Prager Domkapitel erworben und dem Welfenschatz hinzugefügt hatte, wurde 1983 zum Preis von 32,5 Mio. DM (16,6 Mio. Euro) in die Bundesrepublik Deutschland zurückersteigert.