Weltwirtschaftskrise

die heftige, die meisten Welthandelsstaaten berührende Wirtschaftskrise von 1929 bis 1933. Die Weltwirtschaftskrise begann mit dem Zusammenbruch der Haussespekulation an den Effektenbörsen der USA, der sich als schwarzer Freitag , 25. 10. 1929, dem Tag nach den Kursstürzen an der New Yorker Börse, global ausweitete und alle wichtigen Industrieländer erfasste, die marktwirtschaftlich orientiert waren. Die Weltwirtschaftskrise hatte ihre Ursachen besonders in der Umbildung der weltwirtschaftlichen Beziehungen (z. B. hatten während und nach dem 1. Weltkrieg viele Agrarstaaten eigene Industrien aufgebaut), der Erschütterung vieler Währungen (Verknappung der Deckungsmittel) durch das Goldhorten der USA, der Verschuldung der europäischen Alliierten bei den USA, den hohen Reparationszahlungen des Deutschen Reichs , im Hochprotektionismus der USA, der eine Begleichung der europäischen Schulden in den USA erschwerte, u. a. Dieses Ungleichgewicht zusammen mit einer überproportionalen Kreditausweitung in den USA führte zu heftigen Preisstürzen, Bankrotten und letztlich zu einer anhaltenden Schrumpfung der weltwirtschaftlichen Beziehungen. Den teilweise katastrophalen Erscheinungen dieser im englischen Sprachraum genannten Great Depression (Großen Depression) standen Theoretiker und Praktiker recht hilflos gegenüber. Es dauerte relativ lange, bis eine umfassende Stabilisierung und ein neuer Aufschwung der einzelnen nationalen Wirtschaften und der Weltwirtschaft gelangen. Die mit der Weltwirtschaftskrise verbundenen sozialen Notstände trugen erheblich zur politischen Radikalisierung, besonders in Deutschland, bei.