Cholesteatom

Cholesteatom eine gutartige Geschwulst im Bereich des Mittelohrs, die aus Granulations- und Bindegewebe sowie aus Plattenepithelzellen besteht. Ein Cholesteatom kann angeboren sein, meistens entsteht es jedoch infolge eines Entzündungsreizes im Mittelohr (z. B. bei Tubenventilationsstörungen) oder einer Perforation des Trommelfells. Ein Cholesteatom wächst tumorartig, was eine Zerstörung der Knochen und eine eitrige Entzündung zur Folge hat. Symptome sind Hörstörungen, Ausfluss aus dem Ohr sowie ein Defekt im Trommelfell. Ein Cholesteatom kann in umgebende Strukturen einbrechen, was entsprechende Komplikationen zur Folge hat, z. B. eine Zerstörung der Gehörknöchelchen mit einer Schallleitungsschwerhörigkeit, ein Einbruch in den Kanal des Fazialisnervs mit nachfolgender Fazialislähmung, ein Durchbruch in die Hirnhäute mit einer nachfolgenden Meningitis oder ein Druchbruch ins Labyrinth, was Schwindel und Gleichgewichtsstörungen auslöst. Ein Cholesteatom muss operativ ausgeräumt und mit Antibiotika behandelt werden. <div class="geslex_bg_