Mund
- Grammatik
- maskulinum, Dekl. 4
- Herkunft
- [< mhd., ahd. mund < got. Munþs < altnord. munnr, muðr „Mund“; aber: Vormund] (mhd.)
Bedeutungen
(von den Lippen begrenzte) Öffnung im Gesicht zur Nahrungsaufnahme und zum Sprechen;
er hat den ganzen Abend über nicht gesprochen;
übertreiben, prahlen;
sei still!;
ich habe lieber geschwiegen;
jmdn. (bes. durch Drohung, Bestechung) zum Schweigen bringen;
jmdm. verbieten, seine Meinung zu äußern;
jmdm. Appetit auf etwas, Lust zu etwas machen;
großsprecherisch, wichtigtuerisch reden;
er ist schlagfertig, er findet immer eine Entgegnung;
die Sache ist schon überall bekannt;
jmdn. so fragen, dass er in der gewünschten Weise antworten kann;
ein Dichter lässt eine seiner Gestalten ein Wort, eine Äußerung sprechen;
so reden, wie es jmd. hören möchte;
jmdn. unhöflich beim Sprechen unterbrechen;
die Nachricht wurde überall weitererzählt
〈bei Hunden und Raubtieren〉, 〈bei anderen Tieren außer Vögeln〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉, 〈ugs.〉
- er hat den ganzen Abend den M. nicht aufgemacht
- M. voll
- den M. voll nehmen
- halt den M.!
- ich habe lieber den M. gehalten
- jmdm. den M. stopfen
- jmdm. den M. verbieten
- jmdm. den M. wässrig machen
- den großen M. haben
- er ist nicht auf den M. gefallen
- die Sache ist schon in aller ~e
- jmdm. die Antwort in den M. legen
- ein Dichter legt einer seiner Gestalten ein Wort, eine Äußerung in den M.
- jmdm. nach dem M., zum ~e reden
- jmdm. über den M. fahren
- Beatmung von M. zu M. (bei Bewusstlosen); die Nachricht ging von M. zu M.
Öffnung, Ein– und Ausgang
- (Glocken~, Schacht~)
Redewendungen
- Mundvoll;
Synonyme: 〈bei Hunden und Raubtieren〉 Fang,〈bei anderen Tieren außer Vögeln〉 Maul, Schnauze;