Schule

Schu|

Grammatik
femininum, Dekl. 11
Herkunft
[< lat. schola „Vortrag, Vorlesung, Schule“, < griech. schole „Muße, freie Zeit, Arbeitsruhe“, übertr. „Beschäftigung während der Muße, Erzeugnisse der Mußestunden“] (lat.)

Bedeutungen

  1. (öffentliche oder private) Anstalt für den Unterricht

    er hat von Goethe viel gelernt, hat sich von Goethes Art zu schreiben und zu denken viel angeeignet;

    er wird nächstes Jahr schulpflichtig;

    〈übertr.〉

    • (Haupt~, Real~, Gesamt~); in die S. gehen; er ist bei Goethe in die S. gegangen
    • ein Kind in die S. schicken, aus der S. nehmen; er kommt nächstes Jahr in die S.
    • wir sind zusammen zur S. gegangen; er geht in unsere S.; ein Junge aus unserer S.
  2. Unternehmen, das bestimmte Fertigkeiten, Kenntnisse vermittelt

    • (Sprachen~, Fahr~)
  3. der in der Schule (1) erteilte Unterricht;

    • die S. ist aus; die S. beginnt um acht Uhr; aus der S. plaudern
  4. Gebäude, in dem der Schulunterricht erteilt wird;

    • eine alte S.
  5. Lehr– und Übungsbuch

    • (Gitarren~)
  6. (von einer bestimmten Gruppe oder einer Person ausgehende) Denkweise, Methode, an der man sich orientiert;

    sein Vorbild ist beispielgebend für viele andere geworden

    • ein Maler aus der S. Raffaels; sein Vorbild hat S. gemacht
  7. Ausbildung, Erziehung, Schulung;

    Art der Reitkunst mit bestimmten Dressurübungen;

    ein Mann, der sich so verhält, wie man früher Männer zu Kavalieren (gegenüber Frauen) erzogen hat

    • ein Künstler mit ausgezeichneter S.; sein Aufenthalt im Ausland war eine gute S. für ihn; hohe/Hohe S.
    • ein Kavalier der alten S.
  8. Gesamtheit der Lehrer und Schüler einer Schule (1);

    • die ganze S. versammelte sich im Hof

Redewendungen

  • plaudern