Strich

Grammatik
maskulinum, Dekl. 1
Herkunft
[zu 1: nach dem Strich, der früher in Zeitungen den politischen Teil abschloss, ehe der leichte, unterhaltende Teil begann]

Bedeutungen

  1. mit einem Schreibgerät gezogene Linie

    sehr abgemagert sein;

    nichts mehr arbeiten;

    jmds. Vorhaben zerstören;

    etwas beenden;

    das hat kein Niveau, das ist schlecht

    〈übertr.〉, 〈übertr.〉, 〈übertr.〉

    • (Bleistift~, Kreide~); einen S. machen, ziehen; nur noch ein S. sein
    • keinen S. mehr tun, machen
    • jmdm. einen S. durch die Rechnung machen
    • eine Zeichnung mit wenigen ~n entwerfen; einen S. unter etwas machen
    • das ist unterm S.
  2. das Streichen (II 5), Streichung;

    • in dem Text sind wohl noch einige ~e nötig
  3. Art und Weise, ein Schreib– oder Zeichengerät zu führen;

    • mit einem feinen, weichen S. malen
  4. Einteilung auf einer Skala;

    • zwei S. unter Null; zehn S. Nordost
  5. Richtung, in der die Haare eines Lebewesens oder die Fasern eines Gewebes angeordnet sind;

    es ist mir unangenehm, widerwärtig;

    außerordentlich, sehr kräftig;

    〈übertr.〉

    • das Fell gegen den S. bürsten; es geht mir gegen den S.
    • nach S. und Faden
    • jmdn. nach S. und Faden verhauen
  6. Flug von Vögeln in geringer Höhe

    Schwarm, Gruppe (von Vögeln);

    • ein S. Enten
  7. Art und Weise der Bogenführung eines Streichers;

    • einen leichten, vollen S. haben
  8. Teil einer Landschaft

    • (Land~); ein wenig fruchtbarer S.
  9. Prostitution auf der Straße;

    • auf den S. gehen; jmdn. auf den S. schicken
  10. Straße, Gegend, in der Straßenprostitution stattfindet

    • (Bahnhofs~)