treiben

trei|

Grammatik
Verb (Tätigkeitswort), Konj. 162
Sachgebiet
I. 〈mit Akk.; hat getrieben〉 1. jmdn. oder ein Tier t. nachdrücklich veranlassen, drängen, vorwärtszugehen, wegzugehen, an einen Ort zu gehen; Vieh auf die Weide, in den Stall t.; jmdn. aus dem Haus t.; jmdn. in den Tod t.; der Hirsch treibt die Hirschkuh 〈Jägerspr.〉 der Hirsch verfolgt die Hirschkuh (während der Paarungszeit) 2. jmdn. t. jmdn. drängen, Arbeit zu leisten, etwas schneller zu erledigen; man muss ihn immer t.; ich lasse mich nicht t. 3. etwas t. a) (durch Hämmern, Biegen, Strecken) in kaltem Zustand formen; Gold, Silber t.; eine getriebene Goldschale b) in Bewegung setzen oder halten; das Wasser treibt das Mühlrad; der Wind treibt den Rauch zu uns; Pflanzen t. im Treibhaus rasch zum Blühen bringen; sich von der Menge durch die Straßen t. lassen müßig in der Menge der Fußgänger durch die Stadt gehen; 〈aber〉 t. lassen → treibenlassen c) hervorbringen; Knospen, Blüten t. d) heftig (in eine Richtung) bewegen; einen Nagel in die Wand t.; einen Keil unter einen Schrank t.; der Zorn trieb ihm die Röte ins Gesicht e) etwas tun, sich mit etwas beschäftigen; was treibst du den ganzen Tag?; erzähl mir von deinem Tun und Treiben; diesem Treiben muss ein Ende gesetzt werden; Unsinn t.; Sport t.; mit etwas Missbrauch t. 〈übertr.〉 etwas missbrauchen, etwas falsch, auf schädliche Weise behandeln oder anwenden f) 〈mit „es“ als Akk.obj. in den Wendungen〉 es mit jmdm. t. 〈ugs.〉 Geschlechtsverkehr mit jmdm. haben; es zu weit, zu arg t. seine Handlungsweise übertreiben; er wird es nicht mehr lange t. er wird nicht mehr lange so (rücksichtslos) vorgehen, handeln können II. 〈o. Obj.; ist getrieben〉 sich ohne eigenen Antrieb fortbewegen; ein Blatt treibt auf dem Wasser; das Boot treibt auf den Wellen

Bedeutungen

  1. nachdrücklich veranlassen, drängen, vorwärtszugehen, wegzugehen, an einen Ort zu gehen;

    der Hirsch verfolgt die Hirschkuh (während der Paarungszeit)

    〈Jägerspr.〉

    • jmdn. oder ein Tier t.
    • Vieh auf die Weide, in den Stall t.; jmdn. aus dem Haus t.; jmdn. in den Tod t.; der Hirsch treibt die Hirschkuh
  2. jmdn. drängen, Arbeit zu leisten, etwas schneller zu erledigen;

    • jmdn. t.
    • man muss ihn immer t.; ich lasse mich nicht t.
  3. (durch Hämmern, Biegen, Strecken) in kaltem Zustand formen;

    in Bewegung setzen oder halten;

    im Treibhaus rasch zum Blühen bringen;

    müßig in der Menge der Fußgänger durch die Stadt gehen;

    hervorbringen;

    heftig (in eine Richtung) bewegen;

    etwas tun, sich mit etwas beschäftigen;

    etwas missbrauchen, etwas falsch, auf schädliche Weise behandeln oder anwenden

    Geschlechtsverkehr mit jmdm. haben;

    seine Handlungsweise übertreiben;

    er wird nicht mehr lange so (rücksichtslos) vorgehen, handeln können

    〈aber〉, 〈übertr.〉, 〈ugs.〉

    • etwas t.
    • Gold, Silber t.; eine getriebene Goldschale
    • das Wasser treibt das Mühlrad; der Wind treibt den Rauch zu uns; Pflanzen t.
    • sich von der Menge durch die Straßen t. lassen
    • t. lassen
    • Knospen, Blüten t.
    • einen Nagel in die Wand t.; einen Keil unter einen Schrank t.; der Zorn trieb ihm die Röte ins Gesicht
    • was treibst du den ganzen Tag?; erzähl mir von deinem Tun und Treiben; diesem Treiben muss ein Ende gesetzt werden; Unsinn t.; Sport t.; mit etwas Missbrauch t.
    • es mit jmdm. t.
    • es zu weit, zu arg t.
    • er wird es nicht mehr lange t.

Redewendungen

  • treibenlassen