vergehen

ver|

Grammatik
Verb (Tätigkeitswort), Konj. 47
Sachgebiet
I. 〈o. Obj.; ist vergangen〉 1. vorbeigehen, vorübergehen, verstreichen, ablaufen; die Zeit vergeht (schnell, langsam); es sind schon drei Tage vergangen, seit …; im vergangenen Jahr 2. allmählich aufhören, nachlassen und aufhören; der Schmerz vergeht (wieder); der Geruch verging allmählich 3. 〈poet.〉 sterben; der Mensch lebt und vergeht; alles Lebendige muss v. 4. 〈in Verbindung mit „vor“〉 ein bestimmtes starkes Gefühl haben (als ob man sterben müsste); vor Hunger, vor Durst v. sehr starken Hunger, Durst haben; vor Sehnsucht v. sehr starke Sehnsucht haben; sie verging fast vor Mitleid sie hatte starkes, inniges Mitleid II. 〈mit Dat.; ist vergangen〉 etwas vergeht jmdm. etwas verschwindet bei, in jmdm.; wenn man das hört, vergeht einem der Appetit; mir ist die Lust dazu vergangen; mir ist das Lachen vergangen III. 〈refl.; hat vergangen〉 sich v. etwas Böses tun; sich an jmdm. v. jmdm. einen körperlichen Schaden tun, jmdm. geschlechtlich Gewalt antun, jmdn. zwingen, geschlechtliche Handlungen zu dulden; sich an einem Kind v.; sich gegen jmdn. v. jmdm. etwas Böses antun; sich gegen ein Gesetz v. ein Gesetz übertreten

Bedeutungen

  1. vorbeigehen, vorübergehen, verstreichen, ablaufen;

    • die Zeit vergeht (schnell, langsam); es sind schon drei Tage vergangen, seit …; im vergangenen Jahr
  2. allmählich aufhören, nachlassen und aufhören;

    • der Schmerz vergeht (wieder); der Geruch verging allmählich
  3. sterben;

    • der Mensch lebt und vergeht; alles Lebendige muss v.
  4. ein bestimmtes starkes Gefühl haben (als ob man sterben müsste);

    sehr starken Hunger, Durst haben;

    sehr starke Sehnsucht haben;

    sie hatte starkes, inniges Mitleid

    • vor Hunger, vor Durst v.
    • vor Sehnsucht v.
    • sie verging fast vor Mitleid