Wo liegt der Regenwald?
Regenwälder gibt es rund um den Globus - und das im wahrsten Sinn des Wortes. Die Gebiete in der Nähe des Äquators sind auf allen Kontinenten mit üppigem Regenwald bewachsen. Nur hier gibt es die idealen Wetterverhältnisse, bei denen die Pflanzen und Bäume so gedeihen können. Riesige, dichte Regenwälder findet man in Südamerika, Asien und Afrika.
Was ist ein Regenwald?
Der Regenwald ist ein Waldtyp mit besonders großer Artenvielfalt. Er wächst in feuchten Gebieten, in denen es immer sehr warm ist. Dieser Wald enthält besonders viele Pflanzen und Bäume, die wiederum unzähligen Tieren als Nahrungsquelle dienen und Unterschlupf bieten. Er ist in sehr vielen Hunderten Jahren gewachsen und somit unersetzbar.
Wie beim heimischen Wald unterscheidet man hier drei Baumstockwerke über der Bodenschicht: Eine so genannte Unterwuchsschicht, die bis zu einer Höhe von 15 Metern reicht, eine Kronenschicht von etwa 30 bis 40 Metern und die letzte Schicht der gigantischen Bäume, die zwischen 50 und 60 Metern Höhe angesiedelt ist. Im tropischen Regenwald regnet es fast jeden Tag. Weil so viel Wasser auf Boden und Pflanzen fällt, und es gleichzeitig so warm ist (zwischen 25° und 27° Celsius), verdunstet das Wasser wieder, bildet neue Wolken und die bringen wieder neuen Regen.
Warum ist die Erhaltung des Regenwaldes so wichtig?
Für die Erhaltung des Regenwaldes gibt es viele gute Gründe. Einer der Wichtigsten: Der Regenwald ist für die ganze Erde der wichtigste Sauerstoff-Lieferant. Sauerstoff, ist das, was wir Luft nennen. Enthält die Luft, die wir atmen, zu wenig Sauerstoff, müssten wir sterben. Weil grüne Bäume ständig viel wertvollen Sauerstoff produzieren, kann man sich vorstellen, wie viel davon aus dem Regenwald kommt. Außerdem reguliert er das Klima und bestimmt somit die Wetterverhältnisse rund um den Globus.
Dass der Regenwald außerdem die Heimat vieler Tiere und seltener Pflanzen ist, fällt dabei zusätzlich ins Gewicht.
Wodurch wird der Regenwald gefährdet?
Die Antwort ist kurz: Der Mensch gefährdet den Regenwald. Tagtäglich werden riesige Gebiete des Regenwaldes abgeholzt - und das überall auf der Welt. Allein in Südamerika sind dies jeden Tag Gebiete, in die einige Fußballfelder passen würden. Die Ausmaße der Zerstörung sind unvorstellbar. Menschen holzen den Regenwald ab oder brennen ihn nieder. Die Bewohner brauchen Ackerland und Holz. Die Regierungen der Länder, denen der Regenwald gehört, brauchen Geld und verkaufen das tropische Holz an die reichen Länder. Nur wenige Firmen verdienen daran gut, doch die Folgen der Abholzung werden alle Menschen zu spüren bekommen.
Welche Tiere leben im Regenwald?
In keinem anderen Lebensraum gibt es so viele unter schiedliche Tierarten wie im Regenwald. Das dichte Blattwerk bietet vielen bedrohten Lebewesen eine letzte Zuflucht.
In den asiatischen Regenwäldern beispielsweise leben Tiger und Orang-Utans. Orang-Utan bedeutet übrigens „Waldmensch" und weil uns diese Affen so ähnlich sind, werden sie immer noch gefangen und verkauft.
In den afrikanischen Regenwäldern sind zum Beispiel Gorillas und Schimpansen zu Hause. Auch diese Menschenaffen sind bedroht. Sie sind in ihrem Lebensraum durch Wilderei gefährdet und durch die Ausbreitung des Menschen, der ihre Umgebung zerstört. Die Regenwälder Südamerikas sind die Heimat des Jaguars und zahlreicher Papageien-Arten. Auch diese Tiere werden von den Menschen erbarmungslos gejagt, gefangen und verkauft.
Das feucht-warme Klima aller Regenwälder ist natürlich ideal für Insekten und Schlangen. Hier leben auch verschiedene Echsen wie beispielsweise die Chamäleons.
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