deuten
- Herkunft
- mhd. diuten, ahd. duiden „zeigen, erklären“; das Verb ist eine Ableitung zu germ. *þeudo „Volk“, auch in ahd. diot „Volk“, und bedeutete wohl ursprünglich „etwas für das Volk erklären“; daraus entwickelte sich „etwas in die Sprache des Volkes übersetzen“, das in mittelhochdeutscher Zeit zu „etwas auslegen, interpretieren“ wurde; deuten im Sinne von „mit dem Finger zeigen“ meint ursprünglich eine erläuternde Handbewegung (mhd.)