fügen

Herkunft
mhd. vüegen, ahd. fuogen; zurückzuführen auf westgerm. *fog–ija– „fügen“, das sich auch in altengl. fegan und altfrz. fogia bezeugen lässt; Quelle ist idg. *pak– „befestigen“; außergermanische Verwandtschaften zeigen sich mit lat. compages „Fuge“ und griech. pégnymi „ich befestige“; die ursprüngliche Bedeutung „befestigen, verbinden“ entwickelte sich schon bald im übertragenen Sinne zu „unterordnen, anpassen“; dazu auch das Adjektiv fügsam, das im 17. Jh. entstand und zunächst „vornehm, angemessen“ bedeutete, später dann „angepasst, untergeordnet“; außerdem Gefüge „Verbindung“ im ursprünglichen Verständnis von fügen und seit dem 18. Jh. belegt; das Substantiv Unfug bezeichnet ein nicht angemessenes Verhalten und ist eine Verneinung des inzwischen ungebräuchlichen Wortes Fug „Schicklichkeit“, das heute nur noch in Fügungen wie mit Fug und Recht hervortritt (mhd.)