glauben

Herkunft
das Wort geht über die westgerm. Form *ga–laub–on auf germ. *(ga)laubija– „glauben“ zurück, das wiederum abgeleitet wurde von *ga–lauba– „vertrauenerweckend, zutraulich“; vermutet wird auch eine Zugehörigkeit zur Wortgruppe von → Laub im Sinne „Laub als Lockmittel für Tiere“, das sich dann zu „zutraulich, zahm“ entwickelte; bereits in germanischer Zeit verwendeten die Menschen glauben als Ausdruck des Vertrauens in eine Gottheit, später dann auch in abgeschwächter Form „für wahr halten“ gebräuchlich; als Ableitung entstand das Substantiv Glaube aus mhd. geloube, ahd. gilouba; als Lehnübersetzung aus lat. creditor entstand im 15. Jh. die Bildung Gläubiger für „jemanden, bei dem man Schulden hat“; das Verb beglaubigen ist seit dem 17. Jh. in Gebrauch und bedeutet „etwas glaubhaft machen, bestätigen“ (westgerm.)