- Herkunft
- das Wort lässt sich über mhd. lanc, ahd. lang, lanc auf germ. *langa– „lang“ zurückführen; zusammen mit lat. longus und griech. dolichós „lang“ beruht das germanische Wort auf idg. *dlongh–; die Adverbialform lange ist heute nur noch im zeitlichen Zusammenhang gebräuchlich, ebenso wie längst „vor langer Zeit“ und dessen Antonym unlängst „vor kurzer Zeit“; die Ableitung langsam ist ebenfalls in den zeitlichen Zusammenhang einzuordnen und geht auf mhd. lancsam „lange dauernd“ zurück; in Anlehnung an mhd. lancseim „zögernd“ entstand die heutige Bedeutung; die Zusammensetzung Langeweile stammt aus dem 12. Jh. und stellt sich zu Weile „Zeit“, meint also „die Zeit, die einem lang wird“ (mhd.)