- Herkunft
- das Verb geht über mhd. lazen, ahd. laz(z)an auf germ. *læt–a– „lassen“ zurück, dass sich auch in altengl. lettan und altfrz. leta bezeugen lässt; Quelle ist eine indogermanische Wurzel mit der Bedeutung „ermüden, erschlaffen“, auch in lat. lassus „müde, abgespannt“ und griech. ledeĩn „ermüden“; die Bedeutung könnte sich von „ermüden“ über „sich loslassen, freilassen“ zu „lassen“ entwickelt haben; mit lassen wurden zahlreiche Präfigierungen wie ablassen, verlassen, einlassen oder auslassen gebildet, die sich zumeist auf die Bedeutung „wenden, bewegen“ beziehen; Zusammensetzungen wie Niederlassung oder Nachlass „Erbschaft“ sind zwischen dem 17. und 18. Jh. entstanden und beziehen sich auf die zuvor bezeugten Verben niederlassen „sich nach unten bewegen“ und nachlassen „aufgeben“, haben sich in der Bedeutung aber von ihnen differenziert (mhd.)