das Verb geht auf mhd. legen, ahd. leg(g)en, lecchen zurück und ist ein Kausativum des Verbs → liegen, bedeutet also eigentlich „liegen machen“; zugrunde liegt germ. *lag–eja– „legen“, das sich auch in altengl. lecgan und altnord. leggja bezeugen lässt; die Präfigierung belegen bedeutete zunächst „auf etwas legen“, wurde dann im übertragenen Sinn für „beschwören“ verwendet und ist heute fast ausschließlich in der Bedeutung „beweisen“ gebräuchlich; dazu auch Beleg und Belegschaft „Gesamtheit der Mitarbeiter in einem Betrieb“; letzteres bezieht sich auf belegen im Sinne von „ein Bergwerk mit Bergleuten versehen“ und hat sich später verallgemeinert; der Ausdruck erlegen „Wild erschießen“ ist von Anfang an ein Wort der Jägersprache und seit mittelhochdeutscher Zeit bezeugt; die Benennung gründet in „das Wild niederlegen“; der Begriff verlegen „peinlich berührt“ geht auf mhd. verligen „durch Nichtstun faul werden“ zurück und entwickelte erst im 18. Jh. seine heutige Bedeutung (mhd.)