- Herkunft
- die vorausliegenden Formen mhd. muot und ahd. muot bedeuteten noch „Geist, Seele“ und lassen sich auf germ. *moþa– „Sinn, Zorn, u. Ä.“ zurückführen; gleichen Ursprungs sind auch altengl. mod und altnord. móđr; eine Verwandtschaft mit lat. mos „Sitte“ wird vermutet; die Bedeutung „Tapferkeit“ ist erst seit dem 16. Jh. gebräuchlich, zunächst wurden mit Mut die verschiedensten Gemütszustände und Gesinnungen bezeichnet; daher auch die Ableitungen frohgemut und wohlgemut, die beide eine „freudige Stimmung“ bezeichnen und aus mittelhochdeutscher Zeit stammen; die Bildung zumuten bezieht sich ebenfalls auf die ältere Bedeutung von Mut und meint „ein Ansinnen an jmd. richten“, dazu ebenfalls aus dem 15. Jh. das Substantiv Zumutung (mhd.)