nehmen

Herkunft
das Wort geht über mhd. nemen, ahd. neman auf germ. *nem–a– „nehmen“ zurück, auf dem auch altengl. niman und altfrz. nima beruhen; zugrunde liegt idg. *nem– „zuteilen, sich zukommen lassen“; mit nehmen als Grundwort wurden zahlreiche Zusammensetzungen gebildet, darunter annehmen „entgegennehmen“, dessen zweite Bedeutung „vermuten“ sich aus „die Meinung eines anderen hinnehmen“ entwickelt hat; auch benehmen, das in reflexivem Gebrauch „sich aufführen, betragen“ bedeutet und seit dem 18. Jh. gebräuchlich ist; das dazu gebildete Partizip benommen „schwindlig“ bezieht sich auf die ursprüngliche Bedeutung von benehmen „entziehen“ und meint „dem Bewusstsein entzogen“ (mhd.)