seinem stelzenden Gang verdankt dieser Vogel (mhd. storch(e), storc, storke, ahd. stor(a)h, *germ. sturka–), dass sein Name zu idg. *(s)ter(ə)– „starr“ gebildet wurde (→ starren); die ugs. Redewendung da brat mir aber einer einen Storch rührt daher, dass der Storch nach einer bibl. Speisevorschrift (3. Mos. 11) nicht gegessen werden darf, was nicht ohne Einfluss auf die mittelalterl. Sitten blieb; da der Storch darüber hinaus abergläubische Verehrung genoss, sein Fleisch aber als ungenießbar galt, darf seine gelegentliche Beschreibung als Leckerbissen in der Literatur der Renaissance keineswegs ernst genommen werden; der gebratene Storch stand oder steht vielmehr für etwas, das es eigentlich gar nicht geben kann (mhd.)