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25 Jahre Amazon: Vom Start-up zum Marktführer
Bildquelle nicht angegeben
Digital

25 Jahre Amazon: Vom Start-up zum Marktführer

Die Geschichte des Versandhandels-Riesen begann vor etwas mehr als 25 Jahren 1994 in einer Garage in Seattle. Die Geschäftsidee war die eines digitalen Buchhandels. Nach etwa einem Jahr Anlaufzeit verkaufte Gründer Jeffrey Bezos am 16. Juli 1995 das erste Buch an einen Kunden. Im Verlauf der Jahre wurde das…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Digital
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iStock.com, nito100

Die Geschichte des Versandhandels-Riesen begann vor etwas mehr als 25 Jahren 1994 in einer Garage in Seattle. Die Geschäftsidee war die eines digitalen Buchhandels. Nach etwa einem Jahr Anlaufzeit verkaufte Gründer Jeffrey Bezos am 16. Juli 1995 das erste Buch an einen Kunden. Im Verlauf der Jahre wurde das Produktsortiment ebenso stetig erweitert wie das Dienstleistungsangebot.

Wie Amazon groß wurde

Zu den wichtigsten Eckpfeilern in der geschichtlichen Entwicklung Amazons gehört die Gründung der ersten landesbezogenen Internetseiten im Jahr 1998. In diesem Jahr wird der Anbieter auch in Deutschland präsent. Im gleichen Jahr kauft das Unternehmen den bis dato führenden Online-Versandbuchhändler ABC-Bücherdienst GmbH auf. Deren Webseite Telebuch.de wird noch im selben Jahr in Amazon.de umbenannt.

Die Jahre um die Jahrtausendwende gestalten sich vor dem Hintergrund der Dotcom-Blase auch für Amazon schwierig. Nachdem das Unternehmen fast vor dem Aus steht, gelingt mit dem Angebot "Marketplace" die neue Positionierung. 2002 tritt Amazon erstmals in die Gewinnzone ein. Amazon dringt in zahlreiche Produktbereiche vor und konkurriert in Branchen wie Unterhaltung, Verlagswesen, Gesundheit, Lebensmittel und Elektronik.

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photoheuristic.info / CC BY 2.0

Mehr als nur Bücher

Im Jahr 2007 führt das Unternehmen den Dienst "Prime" ein. Der zum Festpreis angebotene Liefer-Jahresvertrag erfreut sich großer Beliebtheit. Weitere Dienste wie Amazon Music, ein DVD-Verleih sowie ein hauseigener Bezahl-Dienst ergänzen das Leistungsspektrum. Ebenso vertreibt das Unternehmen im gleichen Jahr mit dem Kindle seinen ersten E-Book-Reader. In Deutschland ist Amazon Kindle seit Oktober 2009 erhältlich.

Im Bereich Streaming konkurriert Amazon inzwischen mit Netflix. Ebenso stellt das Unternehmen Cloud-Dienste zur Verfügung, die von zahlreichen kleineren Firmen als Speicherlösung genutzt werden. In den USA betreibt Amazon mit Whole Foods seine eigene Supermarktkette.

2019 kündigte das Unternehmen die Einführung einer Liefer-Drohne an. Unter dem Namen Prime Air soll das vollautomatische Fluggerät die Zustellung kleinerer Waren übernehmen.Heute ist Amazon nach Apple und Microsoft mit einem Börsenwert von 1,6 Billionen US-Dollar (Stand Juli 2020) das drittwertvollste US-Unternehmen.

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pixabay.com, Pexels (CC0)

Amazon hat unser Kaufverhalten geprägt

Der Einfluss des Marktführers auf Kaufverhalten und Einzelhandel ist enorm. Wie aus aktuellen Studien hervorgeht, kauft bereits jede dritte Person weltweit aufgrund von Amazon weniger im stationären Handel ein. Eine Befragung des Unternehmens PwC aus dem Jahr 2017 ergab, dass 28 Prozent der weltweit Befragten ihr Einkaufsverhalten wegen des Amazon-Angebots verändert haben.

In Deutschland gaben sogar 34 Prozent an, aufgrund des Online-Händlers weniger im stationären Handel einzukaufen. Noch höher sind diese Werte beispielsweise in den USA und in Japan. Global gaben 56 Prozent der befragten Konsumenten an, über Amazon Käufe zu tätigen. In Deutschland beträgt der Anteil der Befragten 90 Prozent. Der Online-Händler erreicht damit fast die gesamte deutsche Bevölkerung.

Dabei hat das Unternehmen nicht nur einen Einfluss auf das Kaufverhalten selbst, sondern auch auf die Artikelsuche. Ein Anteil von 45 Prozent der befragten Deutschen nutzt Amazon auch als Produkt-Suchmaschine. Ebenso nutzen viele Kunden die Suchfunktion von Amazon für Preisvergleiche.

Artikelbild

iStock.com, 400tmax

Nicht ohne Kritik

Die Marktführerschaft Amazons macht sich in einer großen Marktmacht bemerkbar, die oft Anlass zur Kritik am Unternehmen gibt. So sieht sich der traditionelle Buchhandel längst bedroht, da seine Marktanteile durch Amazon schrumpfen. Kein Konkurrent verkauft in Deutschland mehr Bücher als Amazon. Kritik erfährt das Unternehmen zudem immer wieder aufgrund der problematischen Arbeitsbedingungen in den sogenannten "Fulfilment-Centern" und wegen der geringen Bezahlung der Mitarbeiter.

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