CeBIT 2015: d!conomy – Digitale Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft
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CeBIT 2015: d!conomy – Digitale Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft

Bild: Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Messe begann gleich mit hohem Besuch: Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm die Eröffnung. Schon im Vorfeld betonte sie in einem Grußwort an die Aussteller: "Die CeBIT hat sich längst als weltweit bedeutsamste Messe der digitalen Wirtschaft etabliert." Partnerland der CeBIT 2015 ist China. Ein wichtiger Trend auf der diesjährigen CeBIT ist die "Digitale Transformation": Auch bereits als "die vierte industrielle Revolution" ausgerufen, dreht sich alles um die zunehmende Digitalisierung in Industrie und Betrieben.

Die Messe begann gleich mit hohem Besuch: Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm die Eröffnung. Schon im Vorfeld betonte sie in einem Grußwort an die Aussteller: "Die CeBIT hat sich längst als weltweit bedeutsamste Messe der digitalen Wirtschaft etabliert." Partnerland der CeBIT 2015 ist China. Ein wichtiger Trend auf der diesjährigen CeBIT ist die "Digitale Transformation": Auch bereits als "die vierte industrielle Revolution" ausgerufen, dreht sich alles um die zunehmende Digitalisierung in Industrie und Betrieben.

Eine große Rolle spielt hierbei das wachsende "Internet der Dinge". Alltagsgegenstände sollen zunehmend mit dem Nutzer, aber auch untereinander kommunizieren. Das reicht von der intelligenten Zahnbürste, die bei zu starkem Druck aufs Zahnfleisch das Smartphone in der Tasche vibrieren lässt, bis hin zu logistischen Systemen, die anhand von RFID-Chips automatisch die Inventur im Warenlager übernehmen.

Daten sind der wichtigste Rohstoff

Gewissermaßen der wichtigste Rohstoff der revolutionierten Industrie sind die ungeheuren Datenmengen, die in unserer Zeit anfallen. Nachdem "Big Data" unter dem Motto "Datability" bereits ein Schwerpunkt der CeBIT 2014 war, ist das Thema nach wie vor ein wichtiger Begriff. Diese Daten wollen nicht nur gefunden und gespeichert, sondern natürlich auch nutzbringend ausgewertet und wieder eingesetzt sein. Die CeBIT ist darum ein wichtiges Forum für Firmen, die dieser Datenflut Herr werden wollen.

Gleichermaßen wichtig für Firmen und private Nutzer ist dabei natürlich das Internet als universeller Datenvermittler. Ein riesiger Teil der Daten lagert nicht mehr auf dem Computer zuhause, sondern wird gleich in der "Cloud" gespeichert und verarbeitet. Damit das funktioniert, muss natürlich auch die Hardware mit den Datenmengen fertig werden. So stellt beispielsweise die Firma AVM neue Versionen der verbreiteten Fritz!Box vor, die noch schnellere Breitband-Internetverbindungen ermöglichen sollen.

migardo GmBH

Wie sicher ist die Online-Welt?

Immer mehr Daten online verfügbar zu machen weckt natürlich auch Fragen danach, wie sicher diese Informationen sind. Insbesondere durch die Abhörskandale der letzten Jahre fordern auch viele Menschen einen besseren Schutz der Privatsphäre. Zu diesem Thema stehen am Mittwoch spannende Interviews auf der CeBIT an: Der Whistleblower Edward Snowden wird während eines Auftritts des Journalisten Glenn Greenwald per Videokonferenz zugeschaltet. Snowden hatte mit seinen Enthüllungen 2013 die NSA-Abhöraffäre ausgelöst, Greenwald hatte die Daten veröffentlicht.

Dem deutschen Rockstar Peter Maffay geht es eher um persönliche Sicherheit, insbesondere für Kinder: Er stellt zusammen mit der migardo GmbH aus Hannover die Familien-App "Tabaluga SOS" vor. Damit können Kinder im Notfall schnell und einfach Notrufe verschicken oder Familienmitglieder zu Hilfe rufen. Eltern können gleichzeitig über das Smartphone besser auf ihre Kinder aufpassen: Wenn ein Kind sich zum Beispiel verläuft und vom normalen Schulweg abweicht, erhalten die Eltern automatisch eine Nachricht. Für mehr Sicherheit im Dunkeln liefert die App außerdem eine Taschenlampen- und eine Blitzlichtfunktion.

Universelle Mobilgeräte

Mobile Geräte wie Smartphones sind ebenfalls wieder ein Schwerpunktthema der CeBIT 2015. Telefone sind allerdings bei weitem nicht mehr die einzigen Mobilgeräte: Die Zahl der Wearables wie Fitnessarmbänder und Smartwatches steigt. Diesen Geräten gemeinsam ist, dass sie längst nicht mehr nur eine einzige Funktion ausführen: Sie sind neben Telefon und Uhr auch noch Terminplaner, Alltagshelfer, Spielgerät, Digitalkamera und vieles mehr.

Hasso Plattner Institut (HPI)

Forscher des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts haben eine beispielsweise Smartphone-App namens "Pic2Comic" entwickelt, die Fotos oder Videos direkt zum Cartoon oder Comic umwandelt. Der App-Nutzer wird damit zum digitalen Bildkünstler und kann seine Werke direkt online mit seinen Freunden teilen.

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Vom intelligenten Haus zum intelligenten Stromnetz

Mit der passenden Software ausgerüstet, wird das Telefon nicht nur zur Fernbedienung für den Fernseher, sondern auch für Lichtschalter, Heizung und Garagentor. Ein modernes "smart home" hat eine solche Fernbedienung allerdings gar nicht mehr nötig: Es reguliert die Heizung selbst je nach Außentemperatur oder verdunkelt bei starkem Sonnenschein von selbst die Fenster.

Untereinander sind Häuser wahrscheinlich bald in einem intelligenten Stromnetz verbunden. Intelligente Stromzähler, wie sie Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie entwickeln, bilden dabei einerseits die Knotenpunkte dieses Netzwerks, sie sind aber auch besonders auf Datenschutz und Sicherheit ausgelegt.

Website der CeBIT 2015

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