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Das Tintenfisch-Prinzip
Bildquelle nicht angegeben
Digital

Das Tintenfisch-Prinzip

Tintenfische können blitzschnell ihre Farbe wechseln. Sie machen dies, um sich etwa vor Fressfeinden zu tarnen. Diese erstaunliche Fähigkeit, schlagartig die Farbe ihrer Umgebung anzunehmen, wird als „Mimese“ bezeichnet.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Digital

In der Haut der Tintenfische sitzen winzige Beutel, die mit verschiedenfarbigen Pigmenten gefüllt sind. Die Beutel sind mit Muskelfasern verbunden. Sobald sich die Muskeln entspannen, dehnen sich die Pigmentbeutel, und die Haut färbt sich an dieser Stelle. Zieht der Tintenfisch seine Muskeln ruckartig zusammen, verkleinern sich die Beutel, und die Färbung verschwindet wieder.

Von diesem „Tintenfisch-Prinzip“ haben sich japanische Forscher inspirieren lassen und es kopiert. Die Forscher haben künstliche Pigmentzellen entwickelt, mit denen sich wie beim natürlichen Vorbild blitzschnell Farben verändern lassen.

Dazu konstruierten sie winzige, zur Kontraktion fähige Beutel aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 20 bis 60 Mikrometer. Die Beutel enthalten Farbstoffe und reagieren auf Temperaturunterschiede. Bei Raumtemperatur sind die Beutel geschwollen. Wird die Temperatur auf 34 Grad Celsius erhöht, so zieht sich die Hülle zusammen.

Eine transparente Flüssigkeit mit dunklen Farbbeuteln erscheint bei Zimmertemperatur dunkel, da die Pigmentbeutel gedehnt sind. Wird es wärmer, so schrumpfen die Farbbeutel zusammen, und die Flüssigkeit wird transparent. Die Forscher denken bei ihrer Entwicklung an einen zukünftigen Einsatz in Computer-Displays.

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