Digitale Camcorder
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Digitale Camcorder

Bild: Foto: C.Stadler/Bwag, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Grundsätzlich sind digitale Camcorder für Amateurfilmer sowie den semi-professionellen Einsatz gedacht, was sich in einem entsprechend breiten Preis- und Leistungsspektrum ausdrückt. Gleichzeitig macht sich auch bei Camcordern der Trend zur Miniaturisierung bemerkbar. Tatsächlich spielt es beim mobilen Einsatz eine große Rolle, inwieweit Größe und Gewicht noch “tragbar“ sind. Das gilt auch für den Amateur-Filmer, der sich in freier Natur an seine Motive heranpirschen will.

Grundsätzlich sind digitale Camcorder für Amateurfilmer sowie den semi-professionellen Einsatz gedacht, was sich in einem entsprechend breiten Preis- und Leistungsspektrum ausdrückt. Gleichzeitig macht sich auch bei Camcordern der Trend zur Miniaturisierung bemerkbar. Tatsächlich spielt es beim mobilen Einsatz eine große Rolle, inwieweit Größe und Gewicht noch “tragbar“ sind. Das gilt auch für den Amateur-Filmer, der sich in freier Natur an seine Motive heranpirschen will.

Am handlichsten zeigen sich die Mini-DV-Camcorder im Hochkantformat. Sie passen in die Jackentasche, sind Leichtgewichte und warten häufig mit einer integrierten Fotofunktion auf, die bei den Mini-Geräten allerdings enttäuschend sein kann. Ferner ist auch die Bedienung der kleinen Uprights gewöhnungsbedürftig und ein kleines Objektiv fordert seinen Tribut bei Lichtempfindlichkeit und Brennweite. Nicht umsonst sind Profi-Camcorder noch immer voluminöser und schwergewichtiger. Günstige “liegende“ Einsteigermodelle sind zum Teil deutlich kleiner und leichter als ihre analogen Vorgänger.

Aus der Hand zu filmen, ist grundsätzlich bei allen Amateur-Modellen kein Problem, hat allerdings seine Grenzen bei der Qualität. Je größer die Brennweite (höherer Zoomfaktor), desto kritischer wird es auch für einen elekronischen Bildstabilisator. Nicht zuletzt geht diese „Wackelkorrektur“ bei einigen Herstellern auf Kosten der Detailauflösung, so dass ein Stativ sehr nützlich sein kann. Optische Bildstabilisatoren, die Linsen oder ein Prisma entsprechend der Bewegung verschieben, um Wackler auszugleichen, gibt es nur bei semiprofessionellen Geräten. In jedem Fall ist es empfehlenswert, bei einem Camcorder vor dem Kauf selbst einen "Greiftest" zu machen.

Die Aufnahme

Bei digitalen Camcordern im Amateur-Bereich fallen häufig die beeindruckenden Werte des Digital-Zooms ins Auge. Wer dieses Feature bereits von der Digitalkamera kennt, wird vorgewarnt sein: Unschärfe, starkes Rauschen, Pixelhaufen sind häufig das Ergebnis dieser Art der Bildvergrößerung. Tatsächlich zählt der optische Zoom der Kamera, der sich im Regelfall zwischen 10- und 20-facher Vergrößerung bewegt. Bei der Brennweite orientieren sich die Hersteller am Objektiv der Kleinbildkamera. Eine Brennweite von 50 mm entspricht ungefähr der normalen Augenperspektive, während das Teleobjektiv oberhalb von 100 mm, das Weitwinkelobjektiv unterhalb von 35 mm beginnt.

In puncto Lichtempfindlichkeit können günstigere Amateur-Modelle das Versprechen nicht halten, auch bei völliger Dunkelheit (0 Lux) noch gute Aufnahmen zu machen. Sie benötigen für solche Nachtaufnahmen extrem lange Verschlusszeiten, was die klassischen „Wischer“ bei bewegten Bildern erzeugt. Durch Sonderfunktionen, wie den „Night Shot“ von Sony, lassen sich Nachtbilder per Infrarot realisieren. Die Schärfe lässt sich bei vielen Einsteigermodellen oft nur über das Bildschirm-Menü regulieren. Für viele Standard-Aufnahmesituationen reicht aber auch der Autofokus aus.

Im Menü des Camcorders sollten sich auch Belichtung und Verschluss-Zeiten nach Wunsch einstellen lassen. Alternativ, aber nicht so genau, können „Sonderprogramme“ aktiviert werden, die z.B. für kurze Verschlusszeiten sorgen (Sportprogramm). So genannte Windfilter für das integrierte Stereo-Mikrofon zur Vermeidung störender Nebengeräusche sind zwar als Notlösung sinnvoll, aber kein Ersatz für ein externes Mikro mit passendem Windschutz.

Chips und Pixel

Wer beim Preis seines Camcorders noch günstig wegkommen will, wird sich mit einem niedrig auflösenden Chip begnügen müssen, der das durch das Objektiv einfallende Licht in ein Farbbild umwandelt. Diese Technik, die mit Filtern und Berechnungen arbeitet, ist für die meisten Hobby-Filmer allerdings auch ausreichend.

Die Anzahl der Pixel ist entscheidend für die Eignung des Camcorders, auch Aufnahmen im 16:9 Breitbildformat zu machen. Ab 1 Mega Pixel Auflösung wird volle 16:9 PAL Qualität erreicht - je mehr, desto besser, zumindest im Tageslichtbereich.

Wer mehr Geld in einen Camcorder investieren möchte, sollte sich ferner auch nicht mit den technischen Daten für die Optik begnügen, sondern im Zweifelsfall auf bewährte Hersteller setzen. Grundsätzlich ist die Grenze zwischen Amateur- und Profimodellen bei den Camcordern fließend, was Preise und Bedienbarkeit betrifft.

Speicher und Anschlüsse

Digital-8-Geräte und Mini-DV-Systeme speichern ihre Film-Aufnahmen jeweils auf mehr oder weniger kompakten Kassetten. Bei Geräten mit integrierter Foto-Funktion werden die Bild-Daten gesondert auf entsprechenden Karten festgehalten. DVD-Camcorder, die direkt auf DVDs aufzeichnen, sind noch etwas teuer, aber leichter zu handhaben, wenn man wenig nachbearbeitet.

Über einen digitalen Ausgang, der eine Weiterbearbeitung der Filme am PC ermöglicht, verfügen alle Camcorder-Modelle. Der umgekehrte Weg, d.h. das Überspielen geschnittener Filme auf das DV-Band, ist bei billigen Geräten nicht immer möglich.

Viele Camcorder suggerieren mit ihrem eingebauten „Schnittcomputer“, dass die so bearbeiteten Aufnahmen direkt auf einen Videorekorder überspielt werden können. In der Praxis lässt sich die Nachbearbeitung am PC meist nicht vermeiden. Die Datenübertragung erfolgt über eine Firewire-Schnittstelle. Manche Modelle bieten auch eine zusätzliche USB-Schnittstelle an.

Eine Videoschnittsoftware für die ersten Versuche im digitalen Schneideraum wird in der Regel bei den Camcordern gleich mitgeliefert. Ebenfalls zur Standard-Ausstattung gehören Anschlüsse für ein externes Mikro, eine Fernbedienung sowie natürlich die Akkus. Deren Leistungsfähigkeit kann sehr unterschiedlich ausfallen.

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