Kaufberatung CD-Brenner
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Kaufberatung CD-Brenner

Bild: Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

CD-Brenner werden immer schneller, und auch ihre Pendants für die DVD existieren bereits. Was muss beim Kauf eines Brennes beachtet werden, um später keine unliebsame Überraschung zu erleben?

Hintergründe des CD-Brenner-Booms

Der MP3-Boom war folgenreich. Er bescherte den Managern der Musikindustrie Sorgenfalten - und den Herstellern von CD-Brennern Rekord-Umsätze. "Schuld" war das vom Fraunhofer Institut entwickelte MP3-Format. Es schaffte das Kunststück, die Datenmenge eines Musikstücks drastisch zu verringern (rund 1:11), ohne dabei nennenswerte Verluste an CD-Qualität in Kauf nehmen zu müssen. Flugs wurden weltweit Millionen von Musiktiteln in kompakte MP3-Dateien verwandelt und von ebenso vielen Internetnutzern untereinander getauscht. Erstmalig war es möglich, Chart-Stürmer, klassische Songs oder ganze Alben online zu laden, ohne dass die Surfkosten dem Kaufpreis einer Original-CD auch nur nahe kamen.

Natürlich will niemand seine Lieblingshits nur am PC hören. Also mussten CD-Brenner her, um den Online-Sound auch per Stereo-Anlage, mobilem CD-Player oder Autoradio zu genießen. Die Nachfrage stieg, die Preise sanken und ein Brenner gehört längst zur Grundausstattung des heimischen PCs. Dank des Video-Kompressionsformats DivX lassen sich auch DVD-Filme in akzeptabler Qualität so weit verkleinern, dass sie auf eine handelsübliche (und billige) CD passen.

Was müssen Brenner können?

Auch wenn viele Computerfreaks zuerst auf die Geschwindigkeit schauen - am wichtigsten ist die Zuverlässigkeit: Bei Brenn-Fehlern kann man normalerweise den ganzen CD-Rohling abschreiben. Das nervt und wird auf Dauer teuer. Deshalb bieten inzwischen fast alle Hersteller ihre Brenner mit einer Technik an, die das Abreißen des Datenstroms zum Brenner ("Buffer-Underrun" genannt) verhindert. Darin liegt übrigens die Hauptursache für Brenn-Probleme.

Um das zu kompensieren, haben die Hersteller hauseigene Technologien entwickelt, die sich aber nur minimal unterscheiden und so phantasievolle Namen wie BurnProof, SmartBurn, ExacLink, PowerBurn oder JustLink tragen. Geräte ohne Hinweis auf eine solche Technik sollten potenzielle Käufer besser im Regal stehen lassen, selbst wenn die Laufwerke einige Euro günstiger wären.

Das Tempo

Neben der Zuverlässigkeit zählt natürlich die Geschwindigkeit des Brenners, denn niemand will wie früher für eine gebrannte CD mehr als 30 Minuten vor dem Computer ausharren. Das allerdings muss keiner mehr befürchten. Die Geschwindigkeit eines Brenners wird allgemein per Zahlen-Trio angegeben: "24x/10x/40x" bedeutet beispielsweise, dass dieses Gerät CD-R-Medien mit 24-facher und CD-RW-Medien mit zehnfacher Geschwindigkeit beschreibt, sowie alle CDs mit 40-fach-Speed einliest: x-fach deshalb, weil hier die mehrfache Umdrehungszahl im Vergleich zum ursprünglichen Standard-CD-ROM-Laufwerk dargestellt wird.

Aus diesem Grund benötigt beispielsweise ein 32-fach-Brenner auch nicht nur die halbe Zeit eines 16-fach-Modells, denn seine Umdrehungszahl ist nur eine Größe beim Brennvorgang. Andere Parameter lassen sich kaum noch weiter optimieren. Dies hat zur Folge, dass bei jeder flotteren Brennergeneration die Zeitersparnis geringer ausfällt, verglichen mit dem Modell des Vorjahres. Ergo: Mit einem schnellen Topmodell lässt sich mit viel Geld nur noch wenig Zeit sparen - mit einem etwas langsameren Vorgängermodell dagegen viel Geld bei wenig Zeitverlust. Falls Sie nur ab und zu eine CD befüllen, reicht auch ein 16-fach-Brenner völlig aus. Damit wäre eine CD-R in vier bis sieben Minuten fertig.

Kosten für Medien und Software

CD-Rohlinge müssen für entsprechend hohe Brenngeschwindigkeiten geeignet sein. Medien für den Standard-Brenner finden Sie überall im Handel zu attraktiven Preisen. Wer jedoch seinen Turbobrenner völlig ausreizen will, muss nach High-Speed-Rohlingen suchen und dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Wer beim Kauf eines Brenners auf die beigelegte Brennsoftware achtet, kann Geld sparen und Ärger vermeiden. Zur Standard-Software gehören die die Programme WinOnCD, Nero Burning, Instant CD/DVD und für Einsteiger Easy CD Creator. Die Referenz für Apple-Nutzer heißt Toast Titanium. Liegt Ihrem Wunsch-Brenner eines dieser Softwarepakete als Vollversion bei, können Sie beruhigt zugreifen. Bei solchen Beigaben ist auch gewährleistet, dass Brenner und Software zuverlässig zusammenarbeiten.

Kleines CD-Glossar

CD-ROMDie “Compact Disc-Read Only Memory” ist ein Kunststoff-Speichermedium, das maximal 682 MByte speichern kann. Ein Laserstrahl tastet die nur lesbare Scheibe ab.
CD-RSteht für “Compact Disc Recordable” und kann von einem CD-Brenner nur ein einziges Mal mit Daten befüllt werden.
CD-RWHeißt “Compact Disc ReWritable”. Ein RW-Medium kann mit einem geeigneten Brenner bis zu tausend Mal neu beschrieben werden. Es sind je nach Rohling 650, 700 oder 800 MByte Daten möglich.
DVDDie “Digital Versatile Disc” ist das nur lesbare, moderne Nachfolgemedium der CD-ROM. Es folgt dem gleichen Funktionsprinzip, nur dass die Daten auf verschiedenen Ebenen (Layern) und künftig auch beidseitig gespeichert werden. Dadurch ergeben sich deutlich höhere Kapazitäten, die im Maximalfall (beide Seiten, alle Layer) sagenhafte 18 GByte erreichen können. Erste beschreibbare DVD-Medien sind auch schon im Handel, aber dafür hat sich noch kein einheitlicher Standard etabliert.

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