Hintergründe des CD-Brenner-Booms

Der MP3-Boom war folgenreich. Er bescherte den Managern der Musikindustrie Sorgenfalten - und den Herstellern von CD-Brennern Rekord-Umsätze. "Schuld" war das vom Fraunhofer Institut entwickelte MP3-Format. Es schaffte das Kunststück, die Datenmenge eines Musikstücks drastisch zu verringern (rund 1:11), ohne dabei nennenswerte Verluste an CD-Qualität in Kauf nehmen zu müssen. Flugs wurden weltweit Millionen von Musiktiteln in kompakte MP3-Dateien verwandelt und von ebenso vielen Internetnutzern untereinander getauscht. Erstmalig war es möglich, Chart-Stürmer, klassische Songs oder ganze Alben online zu laden, ohne dass die Surfkosten dem Kaufpreis einer Original-CD auch nur nahe kamen.
Natürlich will niemand seine Lieblingshits nur am PC hören. Also mussten CD-Brenner her, um den Online-Sound auch per Stereo-Anlage, mobilem CD-Player oder Autoradio zu genießen. Die Nachfrage stieg, die Preise sanken und ein Brenner gehört längst zur Grundausstattung des heimischen PCs. Dank des Video-Kompressionsformats DivX lassen sich auch DVD-Filme in akzeptabler Qualität so weit verkleinern, dass sie auf eine handelsübliche (und billige) CD passen.




