Sicherheit im Internet der Dinge – Trends für 2016
Digital

Sicherheit im Internet der Dinge – Trends für 2016

Bild: Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Trend zum Internet der Dinge wird auch im Jahr 2016 weiter wachsen. Zuhause lassen sich schon jetzt immer mehr Geräte vom Smartphone aus bedienen, vom Fernseher bis zur Heizung. Doch bei vielen der vernetzten Gegenstände stand bislang allein die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Möglichst viele praktische und neue Funktionen sollten enthalten sein, Sicherheitsbedenken gab es dagegen kaum. Möglicherweise ist das verständlich: Noch vor wenigen Jahren hätte es nach Science-Fiction geklungen, dass ein Auto oder ein Heizkörper zum Ziel eines Hackerangriffs werden kann.

Der Trend zum Internet der Dinge wird auch im Jahr 2016 weiter wachsen. Zuhause lassen sich schon jetzt immer mehr Geräte vom Smartphone aus bedienen, vom Fernseher bis zur Heizung. Doch bei vielen der vernetzten Gegenstände stand bislang allein die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund. Möglichst viele praktische und neue Funktionen sollten enthalten sein, Sicherheitsbedenken gab es dagegen kaum. Möglicherweise ist das verständlich: Noch vor wenigen Jahren hätte es nach Science-Fiction geklungen, dass ein Auto oder ein Heizkörper zum Ziel eines Hackerangriffs werden kann.

Hacker-Angriffe auf Autos und Heizungen?

Doch heute ist das gar nicht abwegig: Von außen übernommene und kontrollierte Bremsen an gehackten Autos haben schon im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt. Und das ist wohl erst der Anfang: Nach Einschätzung von Experten wird das Internet der Dinge im Jahr 2016 wahrscheinlich verstärkt als Einfallpforte für Cyber-Angriffe dienen.

Vernetzte Geräte mit niedrigen Sicherheitsstandards ermöglichen dann den Zugriff auf den Rest des angeschlossenen Netzwerks. Auch die kostenlosen, öffentlichen Zugänge zum Drahtlos-Netzwerk von Bahnhöfen, Flughäfen, Einkaufszentren und ähnlichen Gebäuden sind häufig nur wenig gegen Cyber-Kriminelle gesichert.

Das Beuteschema der Hacker wird sich dabei nach Ansicht von Experten weiter wandeln, so wie es das auch jetzt schon getan hat: Informationen sind in der digitalen Welt von heute das wertvollste Gut. Angriffe auf mehrere große Firmen wie die Deutsche Telekom oder den Softwarekonzern Adobe haben in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, wie begehrt die Kundendaten solcher Firmen sind. Denn diese Daten bieten die Grundlage für weitere lukrative Cyber-Verbrechen, vom Kreditkartebetrug bis hin zum Identitätsdiebstahl.

Cyber-Kriminalität wird zum Alltag

Wegen dieser wachsenden Bedrohung werden im kommenden Jahr natürlich auch die nötigen Gegenmaßnahmen zunehmen. Vielen Firmen ist mittlerweile bewusst, welchen Wert ihre Datenschätze nicht nur für sie selbst, sondern auch für andere haben können. Aus wirtschaftlicher Sicht wie auch aus Datenschutzgründen werden Unternehmen verstärkt darauf achten, die Privatsphäre ihrer Kunden zu schützen. Die Nachfrage nach sicherer Technik und Fachwissen über Gegenmaßnahmen wird darum den Prognosen nach stark ansteigen.

Experten wie Olaf Siemens vom TÜV Rheinland gehen dennoch davon aus, dass Cyber-Attacken ihren Ausnahmestatus verlieren und genauso zum Alltag der Zukunft gehören werden, wie Diebstahl und Betrug auf gewöhnliche Art. Deshalb sei es besonders wichtig, dass sich Unternehmen rechtzeitig darauf vorbereiten: "Das Wichtigste ist, mit solchen Angriffen zu rechnen und solide Prozesse für die Bearbeitung von IT-Sicherheitsvorfällen zu etablieren, damit der Betrieb trotz eines Angriffs aufrechterhalten oder nach einer Attacke so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden kann", so Siemens.

Mehr aus Digital

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Digital.

Alle Digital-Artikel
Was ist ein KI-Agent? Definition, Funktionsweise und Vorteile
Digital

Was ist ein KI-Agent? Definition, Funktionsweise und Vorteile

31. Oktober 2026

KI-Agenten übernehmen Aufgaben in mehreren selbstgesteuerten Schritten – vom Planen über Werkzeugeinsatz bis zum Überprüfen des Ergebnisses. Der Beitrag ordnet ein, woraus ein Agent besteht, wie er sich von Chatbots und…

Was macht eigentlich eine WordPress-Agentur?
Digital

Was macht eigentlich eine WordPress-Agentur?

20. Oktober 2026

Eine WordPress-Agentur entwickelt individuelle Webseiten und sorgt nach dem Launch für zuverlässigen Betrieb, Updates, Sicherheit und SEO. Dieser Beitrag ordnet Leistungen, Preise und Qualitätsmerkmale ein.

Algorithmen am Hörer: Die Evolution der telefonischen Erreichbarkeit in der Wirtschaft
Digital

Algorithmen am Hörer: Die Evolution der telefonischen Erreichbarkeit in der Wirtschaft

20. Oktober 2026

Sprachbasierte Algorithmen übernehmen zunehmend die ersten Sekunden eines Telefonats, erfassen Anliegen in natürlicher Sprache und leiten sie an die richtige Fachabteilung weiter. Was das für Betriebe und Kundinnen…

Max-Planck-Institut: Menschliches Lernen entscheidet über Mensch-KI-Synergie
Digital

Max-Planck-Institut: Menschliches Lernen entscheidet über Mensch-KI-Synergie

16. Oktober 2026

Eine Reanalyse von 74 Studien durch das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung zeigt: Feedback und Erklärungen verwandeln negative Synergieeffekte in positive Mensch-KI-Teamleistung.

← Zurück zu DigitalZur Startseite