Sieben Tipps gegen die Allgegenwart des Smartphones
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Sieben Tipps gegen die Allgegenwart des Smartphones

Bild: Foto: HOWMKAM Tsez Taosp, CC0, via Wikimedia Commons

Für viele Jugendliche und auch manche Erwachsene wäre das wie Isolationshaft: Einen Tag oder gar eine Woche ohne Handy können und wollen sich die meisten gar nicht vorstellen. Das muss ja auch nicht sein. Gleichzeitig jedoch erleben immer mehr Menschen, dass der ständigen Strom der Informationen und Ablenkung durch das Smartphone die Überhand gewinnt. Der Griff zum Handy wird fast schon zum Zwang.

Für viele Jugendliche und auch manche Erwachsene wäre das wie Isolationshaft: Einen Tag oder gar eine Woche ohne Handy können und wollen sich die meisten gar nicht vorstellen. Das muss ja auch nicht sein. Gleichzeitig jedoch erleben immer mehr Menschen, dass der ständigen Strom der Informationen und Ablenkung durch das Smartphone die Überhand gewinnt. Der Griff zum Handy wird fast schon zum Zwang.

Die Smartphone-Nutzung einzuschränken, ohne es gleich ganz zu verbannen, ist allerdings nicht ganz einfach. Der US-Buchautor und Smartphone-Experte James Roberts gibt dafür acht hilfreiche Tipps. "Es geht darum, Ihr persönliches digitales Gleichgesicht zu finden", erklärt James Roberts. "Den magischen Ort, an dem Sie zwar online sind, aber trotzdem genügend Zeit bleibt, um sich um die Dinge zu kümmern, die wirklich wichtig sind."

1. Handyfreie Zeiten und Orte

Schaffen Sie sich handyfreie Zonen in der eigenen Wohnung, aber auch bei der Arbeit. "Für diejenigen, die in einer Partnerschaft leben, sollte das Schlafzimmer für Smartphones tabu sein", empfiehlt der Experte. "Auch der Esstisch bei den Mahlzeiten solle handyfrei sein – und das bedeutet, kein Smartphone in Sicht- oder Hörweite."

Bei der Arbeit wird das Handy zwar oft gebraucht, aber Studien zeigen, dass durch das ständige Kontrollieren des Handys auch die Produktivität messbar sinkt. Auch hier kann es daher sinnvoll sein, freie Nischen schaffen: "Bestimmen sie zwei oder drei feste Zeiten am Tag, an denen Sie ihr Handy checken", sagt Roberts. "Sie werden sehen, dass ihre Produktivität in den Himmel schießt, wenn Sie nicht mehr ständig abgelenkt sind."

2. Es gibt eine App dafür

Wie lange nutzen Sie jeden Tag ihr Handy? Sie wissen es nicht genau? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Denn weil es unzählige kurze Momente sind, merken wir meist gar nicht, wie viel Zeit wir dem Smartphone tatsächlich widmen "Es gibt eine ganze Reihe von Apps, die uns helfen, unsere Smartphone-Nutzung zu überwachen", erklärt Roberts. "Sie verbringen zu viel Zeit auf eBay? Es gibt eine App dafür." De Apps helfen nicht nur dabei, die ins Handy "versenkte" Zeit besser zu erfassen, sie könne sogar genutzt werden, um sich Zeitlimits zu setzen – auch das kann hilfreich sein.

3. Den Flugzeugmodus nutzen

Ein erholsamer Spaziergang mal ganz ohne Handystörung – das ist gut für Seele und Körper. Aber das Handy ganz zu Hause zu lassen, ist dabei nicht unbedingt sinnvoll. Denn im Notfall kann ein Anruf Leben retten oder die Ortungsfunktion zeigt uns den Weg, wenn wir uns verirrt haben. "Der Flugzeugmodus ist hier ein guter Kompromiss", sagt Handyexperte Roberts. "Das gibt uns die Sicherheit, das Handy im Notfall parat zu haben, erlaubt es uns aber auch, diese Zeit ohne Störungen zu genießen."

4. Handy in den Kofferraum

Gerade beim Autofahren lenkt das Telefonieren, Texten oder gar Surfen extrem ab – selbst ein Gespräch per Freisprechanlage senkt die Aufmerksamkeit für den Verkehr, wie Experimente belegen. Wer daher nicht gerade auf längere Strecken unterwegs ist und beruflich erreichbar sein muss, oder das Smartphone als Navi benötigt, der sollte konsequent sein: "Legen Sie das Handy einfach in den Kofferraum, bevor Sie losfahren", empfiehlt Roberts. "Dies ist am einfachsten umzusetzen und am wichtigsten."

5. Handy nicht als morgendlichen Wecker nutzen

Viele Menschen legen das Handy erst beim Ins-Bett-Gehen aus der Hand und nutzen es dann am Morgen als Wecker. Doch das ist verführerisch: Es verleitet dazu, eben schnell die Mails oder das neueste Youtube-Video zu checken, noch bevor man den Tag richtig beginnt. "Am besten kein Smartphone bis nach dem Duschen oder der ersten Tasse Kaffee", so Roberts.

6. Handy auf dem Klo ist tabu

Mit dem Smartphone auf den stillen Örtchen? Das gibt es häufiger als man glaubt. Manche vertreiben sich damit die Zeit, wenn es beim Geschäft mal wieder etwas länger dauert. "Sie sollten es sich jedoch zur Regel machen, dass das Handy aus dem Badezimmer verbannt wird", rät Roberts. "Denn das ist einfach falsch und noch dazu sehr unhygienisch." Gerade auf dem Touchscreen der Smartphones tummeln sich durch den ständigen Kontakt mit unseren Händen ohnehin schon unzählige Bakterien – und die aus dem Umfeld der Toilette sind meist nicht gerade gesund.

7. Beteiligen Sie andere

Belassen Sie es nicht bei dem diffusen Wunsch, etwas zu ändern – machen Sie es sozusagen amtlich: Schreiben Sie konkret auf, was bei ihrer eigenen Handynutzung künftig erlaubt und verboten sein soll. Dann zeigen Sie diesen Vertrag einem Familienangehörigen oder einem Freund, damit diese Bescheid wissen und quasi als Bewährungshelfer fungieren können. "Wenn Ihre Kinder oder ihre Frau so wie meine sind, dann werden sie nicht zögern, Sie auf Regelbrüche aufmerksam zu machen", kommentiert Roberts. "Soziale Verträge sind auf jeden Fall eine große Hilfe, um Verhaltensweisen zu ändern."

Warum also nicht einfach mal ausprobieren, ob man nicht hier oder da tatsächlich mal eine Handypause einlegen kann? Zumindest merken wir dann sehr schnell, wie abhängig wir inzwischen wirklich von Smartphone und Co sind.

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