Smart Home: Spione im Kinderzimmer?
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Smart Home: Spione im Kinderzimmer?

Bild: Foto: Zeroping, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Auch in Sachen Spielzeug hat sich einiges verändert. Zwar stehen für die Kleinen Klassiker wie Bücher und Bauklötze nach wie vor hoch im Kurs. Daneben halten aber zunehmend auch intelligente Kuscheltiere, Puppen oder Roboter Einzug ins Kinderzimmer. Sie können zum Beispiel Fragen der Kinder beantworten oder Befehle ausführen.

iStock.com, Julia_Albul

Auch in Sachen Spielzeug hat sich einiges verändert. Zwar stehen für die Kleinen Klassiker wie Bücher und Bauklötze nach wie vor hoch im Kurs. Daneben halten aber zunehmend auch intelligente Kuscheltiere, Puppen oder Roboter Einzug ins Kinderzimmer. Sie können zum Beispiel Fragen der Kinder beantworten oder Befehle ausführen.

Passwortschutz ist Pflicht

Smarte Gadgets wie diese machen Kinder spielerisch mit neuer Technik vertraut und unterstützen Eltern dabei, entspannter auf ihre Sprösslinge aufzupassen. Wer sie einsetzt, sollte allerdings einige Dinge beachten. "Wenn die Geräte Daten ins Internet übertragen – und das ist bei den neuen technischen Geräten meistens die Regel – sollten Käufer sich auf jeden Fall mit der Datenschutzerklärung befassen", rät Günter Martin vom TÜV Rheinland.

Seine oberste Regel: "Immer ein sicheres Passwort vergeben." Ohne einen solchen Schutz können sich unter Umständen auch Unbefugte mit dem Babyfon oder dem Plüschteddy verbinden. Geräte, die für eine Internet- oder Bluetooth-Verbindung weder Passwort noch PIN-Code benötigen, sollten daher gar nicht erst den Weg in die heimischen vier Wände finden.

iStock.com, Alina Demidenko

Heimliche Mithörer

Erst vor wenigen Monaten stellte die Stiftung Warentest fest, dass es bei solchen Produkten ein leichtes ist, "das Kind abzuhören, es auszufragen oder zu bedrohen". Bei anderen Geräten identifizierten die Experten zwar keine unsicheren Verbindungen. Dafür kam jedoch heraus: Sie erheben sensible Daten wie die Geräte-ID des Smartphones, senden den Namen des spielenden Kindes an den Anbieter, schneiden das Surfverhalten der Eltern mit oder nehmen über integrierte Mikrofone gar unbemerkt Gespräche auf.

Bevor Eltern sich für ein intelligentes Gerät im Kinderzimmer entscheiden, sollten sie sich deshalb gut über mögliche Sicherheitsrisiken informieren. Doch nicht nur explizit für die Kinderbetreuung und -belustigung gedachte Produkte können problematisch sein. Kinder kommen auch mit anderen Smart-Home-Geräten in Berührung, wie der TÜV Rheinland betont. So können moderne Fernseher wie ein Browser funktionieren und uneingeschränkten Zugriff auf das Internet ermöglichen.

Kinderkonto einrichten

"Um den Nachwuchs zu schützen, sollten Eltern bei allen Geräten spezielle Kinderkonten einrichten, mit denen sich Sender und Nutzungszeiten regulieren lassen. Oder sie stellen am Router ein, welche Zugriffsrechte ins Internet für das jeweilige Gerät gelten sollen", sagt Martin. Auf diese Weise können individuelle Webseiten blockiert sowie Zeiträume und -budgets eingestellt werden. Außerhalb dieser Grenzen sind PC, Tablet, Smartphone oder der Fernseher offline – und der Nachwuchs kann sich auch mal wieder dem analogen Spielzeug widmen.

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