Wechsel der Handynummer - worauf wir achten sollten
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Wechsel der Handynummer - worauf wir achten sollten

Bild: Foto: Hans Haase, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Über die Hälfte der Deutschen Bevölkerung besitzt inzwischen ein Smartphone. In einem Gerät vereinen wir also schon lange nicht mehr nur Telefon und Kamera, sondern auch zahlreiche Anwendungen, um Nachrichten zu lesen, das Wetter zu checken oder einfach zu kommunizieren. In einigen dieser Apps wird unsere Rufnummer jedoch gespeichert oder wir melden uns damit an. Ein Wechsel der Rufnummer betrifft damit auch Anwendungen, wie Online-TAN-Verfahren bei Banken, soziale Netzwerke oder auch Messenger-Dienste wie WhatsApp, bei denen sehr sensible Daten liegen.

Über die Hälfte der Deutschen Bevölkerung besitzt inzwischen ein Smartphone. In einem Gerät vereinen wir also schon lange nicht mehr nur Telefon und Kamera, sondern auch zahlreiche Anwendungen, um Nachrichten zu lesen, das Wetter zu checken oder einfach zu kommunizieren. In einigen dieser Apps wird unsere Rufnummer jedoch gespeichert oder wir melden uns damit an. Ein Wechsel der Rufnummer betrifft damit auch Anwendungen, wie Online-TAN-Verfahren bei Banken, soziale Netzwerke oder auch Messenger-Dienste wie WhatsApp, bei denen sehr sensible Daten liegen.

Gängige Praxis: unsere Nummer wird neu vergeben

Dass Mobilfunkanbieter abgemeldete Handynummern wieder neu vergeben, ist ein übliches Verfahren. Während einige Anbieter eine Sperrfrist von über sechs Monaten haben, vergeben andere Anbieter die Nummer allerdings schon nach 30 Tagen neu.

Diese Praxis kann für die alten Nummerninhaber Risiken bergen, wenn Messenger-Accounts mit der Rufnummer verknüpft bleiben, mit der sie aktiviert wurden - so wie es bei WhatsApp der Fall ist. Deswegen reicht es auch nicht aus, das Handy auf die Werkseinstellung zurückzusetzen oder die App zu entfernen. Denn das heißt noch nicht, dass auch die persönlichen Daten gelöscht sind. "Wer seine Handynummer nicht aktualisiert, macht unwissentlich sensible Daten wie Chatverläufe, Bilder und Kontakte für den neuen Nummerninhaber zugänglich", sagt Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

Bei den Messenger-Diensten ist dieses Datenschutz-Problem grundsätzlich bekannt, weshalb einige schon mit Schutzmechanismen darauf reagiert haben. WhatsApp sieht beispielsweise eine Karenzzeit für die Neuvergabe alter Nummern vor. Ist ein Account mehr als 45 Tage inaktiv und wird dann auf einem neuen Handy mit der gleichen Nummer aktiviert, sind alle alten Daten gelöscht. Ist der Zeitraum jedoch kürzer, kann das Messenger-Profil des Vorbesitzers – mit allen Inhalten – trotzdem sichtbar werden.

Vorsicht vor Rufnummer-Hinterlegung

Für den Fall, dass man seine Passwörter vergisst oder auch nur zu einfacheren Registrierung, empfehlen einige Dienste, die Handynummer als Sicherheit zu hinterlegen. Das trifft beispielsweise auf Facebook zu. Wer sein Passwort vergessen hat, kann sich dann statt einer E-Mail auch eine SMS mit einem Code schicken lassen, um das Kennwort zurückzusetzen.

Doch diese Methode ist nur bedingt empfehlenswert. Denn wenn wir vergessen, diese hinterlegte Nummer bei einem Wechsel zu ändern, könnte ein Fremder über diesen Prozess ein neues Passwort vergeben und sich in den Facebook-Account einloggen – eine Zielscheibe für Betrugsfälle.

Besondere Sorgfalt bei Banken und Onlinediensten

Damit wir beim Wechsel unserer Rufnummer trotzdem auf der sicheren Seite sind, sollten wir ein paar Punkte beachten. Dazu zählt, dass wir nicht nur Freunde und Bekannte, sondern zum Beispiel auch Ärzte oder Versicherungen über unsere neue Telefonnummer informieren. So verhindern wir, dass private Nachrichten und Telefonanrufe an Dritte gehen.

Besondere Sorgfalt ist bei Banken und Online-Bezahldiensten angebracht. Wer Bankgeschäfte im Internet abwickelt oder das Online-TAN-Verfahren nutzt, sollte seiner Bank umgehend die neue Rufnummer mitteilen oder sie selbst in den Kontoeinstellungen ändern. Sonst riskieren Verbraucher, dass ihre TAN-Nummern in falsche Hände kommen.

Beim Messenger den Account löschen

Aus den oben beschriebenen Gründen reicht es bei Messengern eventuell nicht aus, nur die App selbst zu löschen. Stattdessen sollten Verbraucher bei einem Nummernwechsel auch ihre Messenger-Accounts löschen. So können sie sicher sein, dass Chats und persönliche Daten nicht doch an einen Fremden geraten. Alternativ bietet zum Beispiel WhatsApp die Einstellung "Nummer ändern" an. Die neue Nummer wird dann automatisch mit den aktuellen Kontakten und Chatverläufen verknüpft.

Zudem sollten alle Profile, bei denen die Handynummer hinterlegt ist, beim Rufnummernwechsel ebenfalls aktualisiert werden – von sozialen Netzwerken bis hin zu Online-Shops. Außerdem ist es ratsam, seine Handynummer nicht öffentlich sichtbar zu machen und jeden verdächtigen Vorgang zu melden.

Die Zweithandy-Option

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine alte Handynummer auch für ein Zweithandy mit Prepaidkarte nutzen. So bleibt die Handynummer in jedem Fall in unseren eigenen Händen und wird nicht an Dritte weitergegeben. Wer diese Variante in Betracht zieht, sollte sich allerdings rechtzeitig informieren, ob die alte Rufnummer auf eine Prepaidkarte übertragen werden kann. Bei manchen Mobilfunkanbietern ist die Übernahme nicht möglich, andere Anbieter verlangen dafür eine Gebühr.

Wenn die Rufnummer nur aufgrund eines Anbieterwechsels erfolgt, kann man zudem überlegen, die Nummer einfach mitzunehmen. Denn dass diese Möglichkeit bestehen muss, ist sogar gesetzlich geregelt. Es können jedoch Gebühren anfallen.

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