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Welche Folgen hat digitaler Stress?
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Digital

Welche Folgen hat digitaler Stress?

Doch welche Folgen hat das? Der Einfluss digitaler Technologien und Medien auf das seelische Wohlbefinden wird von Öffentlichkeit und Wissenschaft immer wieder diskutiert. Für das vom Bund geförderte Projekt "PräDiTec" (Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien) haben Forscher nun…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Digital
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iStock.com, PeopleImages

Doch welche Folgen hat das? Der Einfluss digitaler Technologien und Medien auf das seelische Wohlbefinden wird von Öffentlichkeit und Wissenschaft immer wieder diskutiert. Für das vom Bund geförderte Projekt "PräDiTec" (Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien) haben Forscher nun 5.000 Erwerbstätige zu diesem Thema befragt. Sie wollten wissen: Was sind die Auslöser für digitalen Stress und wie sehr belastet er die Arbeitnehmer in Deutschland?

Artikelbild

iStock.com, RapidEye

Bei den Auswertungen zeichneten sich insgesamt zwölf wesentliche Belastungsfaktoren ab. Dazu gehört zum Beispiel das vor allem durch Smartphones und Emailverkehr ausgelöste Gefühl, ständig erreichbar sein und auf Anfragen schnell reagieren zu müssen. Viele der Befragten beschrieben zudem ein Gefühl der Informationsüberflutung: Sie meinen, aufgrund der höheren Menge an bereitgestellten Informationen mehr und zügiger arbeiten zu müssen.

Als belastend werden den Ergebnissen zufolge auch Unterbrechung und Ablenkung durch digitale Medien empfunden. Außerdem gaben viele Befragte an, sich mittlerweile als "gläserne Person" zu fühlen. Sie sehen demnach ihre Privatsphäre durch die berufliche Nutzung digitaler Mittel in Gefahr. Auch die mögliche Leistungsüberwachung spielt in diesem Zusammenhang offenbar eine große Rolle, wie die Wissenschaftler berichten.

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iStock.com, kasto80

Bemerkenswert ist: Jeder dritte Befragte ist im Arbeitsalltag mindestens einem der identifizierten Belastungsfaktoren ausgesetzt – und fast jeder fünfte nimmt dadurch nach eigenen Angaben sehr starken Stress wahr. Diese Art der Belastung kann auf Dauer der Gesundheit schaden. So ist bekannt, dass chronischer Stress Gereiztheit, Erschöpfung, psychische Probleme und sogar Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems fördert.

"Doch auch für den Arbeitgeber bleibt das nicht ohne Folgen", warnt Mitautor Thorsten Kühlmann von der Universität Bayreuth. So offenbarte die Befragung: "Erwerbstätige mit starkem digitalem Stress berichten häufiger, dass sie Probleme haben, von der Arbeit abzuschalten. Sie denken öfter daran, die Arbeitsstelle oder den Beruf zu wechseln und zeigen eine schlechtere Leistung. Sie sind außerdem unzufriedener mit ihrer Arbeitsstelle", berichtet Kühlmann.

Was also tun? "Die schnell voranschreitende Durchdringung des Arbeitslebens mit digitalen Technologien und Medien bringt viele Chancen, aber auch substanzielle Risiken mit sich", betont Nils Urbach vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik. "Organisationale und soziale Faktoren können digitalem Stress am Arbeitsplatz entgegenwirken. Dazu gehört beispielsweise ein erweiterter Handlungsspielraum hinsichtlich arbeitsrelevanter Entscheidungen sowie eine gute Beziehung zu Vorgesetzten."

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