Eine Symphonie von Wohlgerüchen
Schließen Sie kurz die Augen und denken Sie an Weihnachten. Was fällt Ihnen ein? Lebkuchen, Mandarinen, Tannennadeln, Weihrauch, Bratäpfel mit Zimt und Zucker? Zu Weihnachten gehört eine ganze Symphonie von Wohlgerüchen. Christkindl’s Backstube duftet nach einer Fülle von exotischen Gewürzen wie Anis, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss oder Nelken. Das ist ebenso lecker wie gesund: Die meisten Gewürze regen die Verdauung an, erwärmen und stärken das Immunsystem.
Die weihnachtlichen Küchenbräuche gehen bis ins Mittelalter zurück. Schon vor Jahrhunderten schmeckten Bäcker und Hausfrauen Pfeffernüsse oder Spekulatius mit den fernöstlichen Ingredienzien ab. Für unsere Vorfahren war das Beste gerade gut genug, um das Fest Christi Geburt zu feiern. Die Spezereien waren nämlich Luxusgüter. Monatelang dauerte ihre abenteuerliche Reise vom Morgenland bis jenseits der Alpen, auf dem Rücken von Kamelen oder in schwankenden Segelschiffen.
Seither haben sich die Rezepte für Glühwein und Christstollen über Generationen hinweg vererbt. Steigen uns auf einem verschneiten Weihnachtsmarkt die vertrauten Düfte in die Nase, wird uns warm ums Herz. Das liegt an der Funktionsweise unseres Gehirns. Dieses ist so konstruiert, dass Gefühle, Gerüche und Erinnerungen stets zusammen gespeichert werden. Deshalb empfinden wir beim Aroma von Vanillekipferl und Zimtsternen wieder das Glück aus Kindertagen, als wir unter dem Christbaum das heißersehnte Schaukelpferd umarmen konnten.




