Jahrestage im April
Der April 2027 erinnert an bedeutende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Diplomatie, deren runde Jahrestage in diesem Monat begangen werden. Besonders auffällig ist die Vielfalt der gewürdigten Lebensleistungen – vom diplomatischen Parkett über die Konzertsäle bis ins Weltall.
Zu den musikalischen Highlights zählt der 250. Geburtstag von Ignác Ruzitska am 18. April, einem ungarischen Komponisten, der das Musikleben seiner Zeit prägte. Die internationale Diplomatie würdigt gleich mehrere ihrer Vertreter: Anton Graf von Monts, dessen 175. Geburtstag am 2. April ansteht, vertrat das Deutsche Kaiserreich in wichtigen Missionen, während Konrad Lessing (175. Geburtstag am 23. April) als preußischer Diplomat und Orientalist einen Namen machte. Auch die Raumfahrtgeschichte findet Beachtung: Der 150. Todestag von Thomas Peter Akers am 3. April erinnert an einen Pionier der bemannten Raumfahrt, der als NASA-Astronaut mehrere Space-Shuttle-Missionen absolvierte.
Der April 2027 zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedliche Wirkungsfelder – von der Musik über die Diplomatie bis zur Wissenschaft – unsere Geschichte geprägt haben. Neben den prominenteren Namen verdienen auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie der Militärhistoriker Wilhelm August Kobbé (225. Geburtstag am 24. April) oder der Jurist Christian Friedrich Röder (200. Geburtstag am 7. April) Würdigung für ihre Beiträge in ihren jeweiligen Fachgebieten.
Die folgende chronologische Übersicht listet alle Jahrestage des Monats auf:
1. April
László Tőkés
rumänischer Magyare, evangelisch-reformierter Bischof und Politiker, MdEP
2. April
William Holman Hunt
britischer Maler und einer der Gründer der Gruppe der Präraffaeliten
Jan Tschichold
deutscher Kalligraf, Typograf, Autor und Lehrer (1902–1974)
Cyril Radcliffe, 1. Viscount Radcliffe
britischer Rechtsanwalt und Publizist
Bade Ghulam Ali Khan
indischer Sänger und Vertreter der klassischen hindustanischen Musik
3. April
Reinhard Gehlen
erster Präsident des Bundesnachrichtendienstes, General der Wehrmacht
Otto Winzer
deutscher Politiker (SED), MdV, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR
4. April
Aušra Augustinavičiūtė
litauische Psychologin und Ökonomin und Gründerin der Sozionik
5. April
Joseph Lister, 1. Baron Lister
britischer Mediziner, Vater der antiseptischen Chirurgie
Thanin Kraivichien
thailändischer Politiker, Premierminister von Thailand
6. April
7. April
Siegfried Buback
deutscher Jurist; seit 1974 Generalbundesanwalt, 1977 von der RAF ermordet
Karl Ritter (Regisseur)
deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
8. April
Stefanija Turkewytsch
ukrainische Komponistin, Pianistin und Musikwissenschaftlerin
9. April
Elias Lönnrot
finnischer Schriftsteller, Philologe und Arzt (1802 - 1884)
Felix von Valois
Gründer des Trinitarier-Ordens, Heiliger der römischen Kirche
10. April
Steven Seagal
US-amerikanisch-russisch-serbischer Schauspieler, Filmproduzent, Regisseur, Musiker, Polizist und Kampfsportler
Grigori Alexejewitsch Jawlinski
liberaler russischer Politiker und Vorsitzender der Partei Jabloko
Alfred Kubin
österreichischer Grafiker, Schriftsteller und Buchillustrator
Maria Christina von Bourbon-Sizilien
Prinzessin von Bourbon-Sizilien, Erzherzogin von Österreich-Toskana
Samuel Heinicke
Pädagoge und „Erfinder“ der Deutschen Methode der Gehörlosenpädagogik
Richard Wagner (Schriftsteller)
rumänisch-deutscher Schriftsteller (1952–2023)
11. April
James Augustus Grant
britischer Offizier und Afrikareisender (1827 – 1892)
12. April
Henry Clay
US-amerikanischer Politiker, Außenminister und Gegner der Sklaverei
Louis Beel
niederländischer Rechtswissenschaftler und Politiker (RKSP, KVP, Ministerpräsident 1946–1948, 1958–1959)
13. April
Winfield Woolworth
Gründer der US-amerikanischen Kaufhaus- und Supermarktkette Woolworth
Ivan Desny
französisch-deutscher Schauspieler russisch-schwedischer Herkunft (1922–2002)
Philippe de Rothschild
französischer Unternehmer, Pionier des französischen Weinbaus
14. April
15. April
16. April
Ramiro de León Carpio
guatemaltekischer Präsident, lateinamerikanischer Jurist und Politiker
17. April
Željko Ražnatović
serbischer militärischer Kommandeur und Gangster einer Para-Einheit geboren in Slovenien, Föderale Volksrepublik Yugoslavien
Margot Honecker
deutsche Politikerin (SED), MdV, Ministerin für Volksbildung der DDR
Johann IV. (Brabant)
Herzog von Brabant und Limburg, zweiter Ehemann Jakobäas von Bayern
18. April
Ludwig Berger (Komponist)
deutscher Komponist, Pianist und Klavierpädagoge
19. April
Weniamin Alexandrowitsch Kawerin
russischer Schriftsteller, Jugendbuchautor
20. April
Karl Alexander Müller
Schweizer Physiker (Supraleiter) und Nobelpreisträger (1927–2023)
21. April
Victoriano Guisasola y Menéndez
spanischer Kardinal und Erzbischof von Valencia und Toledo
22. April
23. April
Halldór Laxness
isländischer Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
John Oliver (Komiker)
britisch-amerikanischer Moderator, Komiker, Schauspieler und Schriftsteller
Richard Stafford Cripps
britischer Politiker, Jurist und Diplomat (1889–1952)
Narada Michael Walden
US-amerikanischer Musiker, Produzent und Songschreiber
24. April
25. April
Albert Uderzo
französischer Zeichner der Comic-Serie Asterix (1927–2020)
Charlotte von Sachsen-Meiningen
Prinzessin von Sachsen-Meiningen, durch Heirat Herzogin von Sachsen-Gotha-Altenburg
26. April
27. April
Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon
Schweizer Industrieller und Kunstsammler
28. April
Alexander Iwanowitsch Lebed
russischer Politiker und Gouverneur von Krasnojarsk
Alexandre Kojève
russischer Philosoph, der wesentlich zur Wiederentdeckung Hegels in Frankreich beitrug
Heinrich (V.) der Ältere von Braunschweig
Pfalzgraf bei Rhein (1195–1212/1213)
29. April
Barbara Hendricks (Politikerin)
deutsche Politikerin (SPD), MdB, Bundesministerin
30. April
Carl Friedrich Gauß
deutscher Mathematiker, Statistiker, Astronom, Geodät und Physiker
Jacques Audiard
französischer Filmregisseur und Drehbuchautor (geb. 1952)
Alice B. Toklas
US-amerikanische Kochbuchautorin und Partnerin von Gertrude Stein