Jefferson

Thomas, US-amerikanischer Staatsmann, * 13. 4. 1743 Shadwell, Va., † 4. 7. 1826 auf Monticello bei Charlottesville, Va.; zunächst Anwalt, Gutsbesitzer und Abgeordneter des House of Burgesses (Landtag von Virginia). 1775/76 Delegierter des revolutionären Kontinentalkongresses, für den er ohne entscheidende Hilfe der übrigen Mitglieder des Redaktionsausschusses die Unabhängigkeitserklärung der USA verfasste. 1776 – 1779 wieder im House of Burgesses. Als Gouverneur von Virginia 1779 – 1781 sorgte Jefferson für die Trennung von Kirche und Staat sowie die Errichtung öffentlicher Schulen. 1783/84 Kongressabgeordneter 1785 – 1789 Gesandter in Paris. 1789 Secretary of State (Außenminister) unter G. Washington , geriet in scharfen Gegensatz zu A. Hamiltons Finanzpolitik und trat aus Protest zurück. Anschließend gründete er die Demokratisch-Republikanische Partei (eine Vorgängerin der heutigen Demokratischen Partei). 1797 – 1801 war Jefferson Vizepräsident unter J. Adams . 1800 wurde Jefferson vom Repräsentantenhaus zum Präsidenten gewählt (3. Präsident der USA 1801 – 1809). Die wichtigsten Ereignisse seiner Präsidentschaft waren u. a. der Krieg gegen die Barbaresken in Nordafrika 1801 – 1805, der Ankauf von Louisiana 1803. Nach Ablauf der 2. Amtsperiode gründete Jefferson die University of Virginia in Charlottesville 1819. Als politischer Denker verfocht er das Gesellschaftsideal des genügsamen, unabhängigen Farmers.