Mann

Genre
Erzählung
Verfasser
Mann , Thomas
Deutscher Titel
Unordnung und frühes Leid
Veröffentlicht
Deutsches Reich
Erscheinungsjahr
1926

Mit dem Schelmenroman „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ 1954 gewann der leichtere Ton wieder die Oberhand. Die parodistisch-heitere Erzählung entlarvt ironisch die bürgerliche Welt und deckt verwandte Züge zwischen Künstlertum und Hochstapelei auf. Inspiriert durch die Ereignisse seiner Zeit versuchte Mann stets die grundlegenden Prinzipien menschlicher Zivilisationen zu ergründen. Das Ringen mit alten Ansichten und deren Wandel treten in seinem Werk klar hervor. Zentrales Motiv, das er in immer neuen Varianten bearbeitete und das auch sein eigenes Leben bestimmte, war die Künstlerexistenz in der bürgerlichen Gesellschaft sowie das Spannungsverhältnis zwischen Geist und Leben, Todessehnsucht und Lebenspflicht. Ein eleganter Schreibstil, vielschichtige Erzählstrukturen und sorgfältige Kompositionen, eine realistische Erzählweise mit unterschwelliger Symbolik sowie eine oft ironische Distanz zu seinen Protagonisten kennzeichnen das Werk Thomas Manns, der damit zu einem vielgelesenen Klassiker des 20. Jahrhunderts wurde. Weitere Romane: „Königliche Hoheit“ 1909; „Der Erwählte“ 1951. Novellen: „Tristan“ 1903; „Tonio Kröger“ 1903; „Wälsungenblut“ 1921; „Unordnung und frühes Leid“ 1926; „Mario und der Zauberer“ 1930; „Die Betrogene“ 1953. Essays: „Von deutscher Republik“ 1923; „Leiden und Größe der Meister“ 1935; „Deutsche Hörer!“ 1942; „Ansprache im Goethejahr 1949“ 1949.