Typentheorie

eine Theorie, die geschaffen wurde, um die Antinomien der Mengenlehre auszuschließen. Die Typentheorie geht nach B. Russell und A. M. Whitehead von der syntaktischen Regel aus, dass in Aussagen sich immer nur Prädikate des gleichen Typs vertreten können. So ist z. B. in den Sätzen „Das Kleid ist blau“ und „Blau ist eine Farbe“ das Individuum „Kleid“ vom Typus 0, das Prädikat „blau“ vom Typus 1 und das Prädikat „Farbe“ vom Typus 2. Der Satz „Das Kleid ist eine Farbe“ wäre unsinnig, da „blau“ und „Farbe“ nicht vom gleichen Typus sind. In der Mengenlehre haben Mengen 1. Stufe Elemente, die nicht selbst Mengen sind; Mengen 2. Stufe haben als Elemente Mengen 1. Stufe usw.

Auch: Stufenlogik