- Herkunft
- zurückzuführen auf germ. *geb–a– „geben“, vgl. got. giban, altengl. giefan; Quelle ist idg. *ghabh– „anfassen, greifen“, auch in lat. habere und litau. gabénti „wegbringen“; die Ausgangsbedeutung „greifen, fassen“ entwickelte sich unter Einfluss von → nehmen zu „schenken, darreichen“; als Abstraktum: → Gabe; im 17. und 18. Jh. entwickelten sich zahlreiche Präfigierungen wie angeben, aufgeben, ausgeben, eingeben und ergeben, die sich alle auf die spätere Bedeutung von geben beziehen; die Ableitung ergiebig stammt ebenfalls aus dem 17. Jh. und bedeutete ursprünglich „sich ergebend, aufgebend“, gewann aber im 18. Jh. die Bedeutung „ertragreich“ hinzu; die Zusammensetzung preisgeben geht auf das 16. Jh. zurück; der erste Wortteil ist entlehnt aus frz. brise „Beute, das Weggenommene“ und bedeutet ursprünglich „zum Fortnehmen hingegeben“; heute nur noch als „ausliefern, verraten“ gebräuchlich (germ.)