1. Der Fön in der Badewanne
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1. Der Fön in der Badewanne

Bild: Foto: Mary Way, Public domain, via Wikimedia Commons

Im Haushalt sterben mehr Menschen als im Straßenverkehr und oftmals hängen diese Unfälle mit Elektrizität zusammen. Besonders im Badezimmer, wo Strom und Wasser schnell miteinander in Berührung kommen können, lauern die Gefahren. Der Fön in der Badewanne ist ein signifikantes Beispiel dafür.

Im Haushalt sterben mehr Menschen als im Straßenverkehr und oftmals hängen diese Unfälle mit Elektrizität zusammen. Besonders im Badezimmer, wo Strom und Wasser schnell miteinander in Berührung kommen können, lauern die Gefahren. Der Fön in der Badewanne ist ein signifikantes Beispiel dafür.

Doch ganz entgegen der Vermutung, gibt es keinen lauten Knall oder hollywoodtauglichen Kurzschluss, wenn der Haartrockner in das Badewasser fällt – er läuft überraschenderweise einfach weiter. Der Strom aus der Steckdose kann über die Heizspiralen des Föns über das Wasser abfließen und geht in die Abflussrohre der geerdeten Badewanne. Nun steht das Wasser unter Strom und erreicht eine Stärke von bis zu 100 Milliampere. Diese Stromladung ist für den Menschen lebensbedrohlich; schon bei knapp 50 Milliampere kann es zu Herzstillstand oder Herzrhythmusstörungen kommen.

Dem statistischen Bundesamt zufolge gehen die tödlichen Elektrounfälle in Deutschland aber seit 1980 vehement zurück. Woran liegt das? Seit den 1980er Jahren ist ein so genannter FI-Schalter bei Installationen von Außensteckdosen und solchen im Bad Pflicht. Seit 2007 muss dieser Schutzschalter gesetzlich bei allen Neuinstallationen eingebaut werde.

Doch wofür ist dieser FI-Schalter nützlich? Der ‚Fehlerstromschutzschalter’ (FI) misst den Elektrizitätsfluss und reagiert auf kleinste Fehlerströme im Stromkreislauf. Wenn also der Fön in der Wanne liegt, entsteht über das Wasser und die Abflussrohe ein zweiter Stromkreis. In der Folge kann nicht mehr die gleiche Menge Strom zurück zur Steckdose fließen. Diesen Wertunterschied erkennt der FI-Schalter und kappt binnen 0,2 Sekunden die Stromzufuhr. So können gefährliche Unfälle verhindert werden.

Um jedoch auszuschließen, dass bei solch einem Unglück das gesamte elektrische System lahmgelegt wird, sollten die FI-Schalter nach Empfehlung der Experten auf bestimmte Stromkreise vorhandener Elektroinstallationen aufgeteilt werden. Nur so geht im Fön-Gefahrenfall der Strom lediglich im Bad aus – und im Wohnzimmer kann der Hollywood-Krimi ungestört weiterlaufen.

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