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100 Jahre Oktoberrevolution
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

100 Jahre Oktoberrevolution

Im Jahr der Oktoberrevolution steckte Russland mitten im Ersten Weltkrieg - und es lief nicht gut. Deutschland und Osterreich-Ungarn hatten bereits viele Gebiete des Landes erobert. Den Soldaten ging es schlecht, weil sie nicht genügend Nahrungsmittel und Medikamente erhielten. Auch die Bevölkerung litt. Da die…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
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Gemeinfrei

Im Jahr der Oktoberrevolution steckte Russland mitten im Ersten Weltkrieg - und es lief nicht gut. Deutschland und Osterreich-Ungarn hatten bereits viele Gebiete des Landes erobert. Den Soldaten ging es schlecht, weil sie nicht genügend Nahrungsmittel und Medikamente erhielten. Auch die Bevölkerung litt. Da die Kriegsführung viel Geld verschlang, ging es wirtschaftlich bergab. Viele Arbeiter steckten im sozialen Elend und den Menschen fehlte es an so grundlegenden Dingen wie Brot.

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Problematische Doppelherrschaft

Doch damit kehrte noch lange keine Ruhe in Russland ein - im Gegenteil. Denn mit den Sowjets hatte sich eine große Bewegung entwickelt, die nun ebenfalls Ansprüche auf die Regierung erhob. Schließlich hatten diese Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte einen großen Anteil am Sturz des Zaren gehabt. Dabei gaben vor allem die Bolschewiken unter der Führung von Lenin und Trotzki den Ton an. Schlussendlich kam es zu einer Art Doppelherrschaft zwischen der aus bürgerlichen Politikern und Gutsbesitzern zusammengesetzten Übergangsregierung auf der einen und den Sowjets auf der anderen Seite.

Die beiden Parteien waren sich jedoch in vielen Fragen uneinig. Während Lenin in seinen berühmten Aprilthesen unter anderem den Waffenstillstand, die Enteignung von Großgrundbesitzern und Land für die Bauern sowie eine Verstaatlichung der Produktionsmittel forderte, führte die kapitalistisch orientierte Regierung den Krieg trotz der großen Hungersnot im eigenen Land weiter und schien sich Problemen wie der Nahrungsmittelknappheit oder der Landfrage nur zögerlich anzunehmen.

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Pavel Semyonovich Zhukov / Gemeinfrei

Lenin forderte deshalb den Sturz der Übergangsregierung. Was selbst vielen seiner Anhänger zunächst zu radikal erschien, stieß in der Bevölkerung auf immer mehr Zustimmung. Denn trotz der Entmachtung des Zaren waren die Nöte der "normalen Bürger" noch immer nahezu dieselben wie vor der Februarrevolution. Mit seinem Versprechen von "Brot, Frieden und Freiheit" traf Lenin den Nerv vieler Menschen.

Als sich mit der Zeit immer mehr abzeichnete, dass die provisorische Regierung weder hinsichtlich einer Landreform noch in Bezug auf Friedensverhandlungen mit Deutschland entschlossen handelte, wuchs die Unterstützung für Lenins Parteiprogramm auch bei vielen, die es zunächst für zu drastisch erachtet hatten. So beschloss das Zentralkomitee der bolschewistischen Partei schließlich den bewaffneten Aufstand gegen die Regierung.

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