Die Verteilung
Den größten Teil der Familien- und ehebezogenen Leistungen sind so genannte „ehebezogene Leistungen“. Sie liegen bei 73,7 Milliarden Euro. Dazu gehören Witwenrenten (34,3 Milliarden Euro), das Ehegattensplitting (19,3 Milliarden Euro) und die beitragsfreie Mitversicherung von Ehegatten in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (rund 10,5 Milliarden Euro). Steuerliche Maßnahmen belaufen sich insgesamt auf etwa 42 Milliarden Euro. Den größten Anteil daran hat das Kindergeld (34,7 Milliarden Euro). Für Sozialleistungen werden etwa 25 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Größter Einzelposten mit rund 14,8 Milliarden Euro ist hier die Mitversicherung von Kindern in der Kranken- und Pflegeversicherung. Für Kinderbetreuung werden gut 10,2 Milliarden Euro, für Jugendhilfe etwa sieben Milliarden Euro ausgegeben.
Die Ziele des Kompetenzzentrums
„Mit einer umfassenden und sorgfältigen Analyse wollen wir ein Konzept für die Neuausrichtung der Familienförderung erarbeiten“, sagte Ursula von der Leyen bei der Vorstellung des Kompetenzzentrums in Berlin. „Nach dem Elterngeld brauchen wir weitere innovative Ansätze, um spürbare Verbesserungen für Familien zu erreichen“, erklärte die Ministerin. Dazu sollen nicht nur die Familienleistungen in Deutschland im Ganzen ausgewertet, sondern auch international verglichen werden. Zentrale Ziele blieben aber weiterhin die frühe Förderung von Kindern, die wirtschaftliche Stabilität der Familien sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter. Neue Lösungen sollen insbesondere zu drei Schwerpunkten entwickelt werden: wie Familien mit kleinen Kindern sowie Drei- und Mehrkinderfamilien besser gefördert werden können, wie für Mütter und Väter gleichermaßen beruflicher Erfolg und „aktive Elternschaft“ möglich wird sowie ob und wie Familienleistungen im Interesse der Eltern gebündelt werden können.
Mehr Informationen zu den Leistungen gibt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: www.bmfsfj.de



