Eine Bewegung von Hobbyisten installiert Open-Source-Systeme für autonomes Fahren in gewöhnliche Fahrzeuge. Ein Mastodon-Post verweist auf einen Futurism-Artikel über Menschen, die ihre Fahrzeuge eigenhändig mit selbstfahrenden Modifikationen nachrüsten. Der Beitrag spielt ironisch auf Cory Doctorows technologiekritische Kolumne „Pluralistic" an und fragt, ob dies Stoff für eine Fortsetzung seines „Car Wars"-Essays wäre.
Die Praxis wirft dringende Fragen zu Straßensicherheit, Haftung und der künftigen Kontrolle über selbstfahrende Technologie auf. Die Anspielung deutet darauf hin, dass die DIY-Bewegung zentrale Thesen Doctorows berühren könnte.
Befürworter argumentieren, dass offene Systeme transparenter seien als proprietäre Lösungen und dass die Möglichkeit, Code zu prüfen und anzupassen, Kontrolle über sicherheitskritische Funktionen schafft. Kritiker verweisen auf fehlende systematische Tests und unzureichende Validierung. Während kommerzielle autonome Systeme formale Zertifizierungen durchlaufen, fehlen bei DIY-Lösungen vergleichbare Qualitätssicherungs-Prozesse. Ob es dokumentierte Unfälle oder Beinahe-Kollisionen mit nachgerüsteten Systemen gibt, lässt sich ohne systematische Erfassung nicht beantworten.
Versicherungsrechtlich bleiben Fragen offen: Welche Policen schließen nicht genehmigte Fahrzeug-Modifikationen aus oder schränken Versicherungsschutz ein? Der rechtliche Status selbst installierter autonomer Fahrsysteme bleibt in den wichtigsten Märkten unklar. Die Haftungsfrage im Schadensfall – ob Fahrer, Software-Entwickler oder Hardware-Hersteller verantwortlich sind – ist ungeklärt.




