90. Todestag: So cool war Marie Curie
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90. Todestag: So cool war Marie Curie

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nur wenige Wissenschaftler sind so bekannt wie die legendäre Marie Curie. Die polnisch-französische Forscherin ist eine der großen Ikonen der Wissenschaft und gerade für Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ein klassisches Vorbild. Heute vor 90 Jahren, am 4. Juli 1934, ist Curie in Frankreich gestorben. Doch wie sah ihr Leben aus? Und was war so „cool“ daran?
90. Geburtstag von Marie Curie

© Hintergund: blueringmedia, iStock

Nur wenige Wissenschaftler sind so bekannt wie die legendäre Marie Curie. Die polnisch-französische Forscherin ist eine der großen Ikonen der Wissenschaft und gerade für Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ein klassisches Vorbild. Heute vor 90 Jahren, am 4. Juli 1934, ist Curie in Frankreich gestorben. Doch wie sah ihr Leben aus? Und was war so „cool“ daran?

Frauenpower in Schule und Studium

Marie Curie beziehungsweise Maria Sklodowska, wie sie bei ihrer Geburt noch hieß, wuchs in Polen als Kind gebildeter Eltern auf. Mit vier Jahren konnte sie schon lesen und schreiben, später glänzte sie dann mit dem besten Abiturzeugnis an ihrer Warschauer Schule. Am meisten begeisterte sich die talentierte Schülerin schon damals für Mathematik und Physik. Um ihre Leidenschaft zu vertiefen, zog Maria zum Studium der beiden Fächer nach Paris und nannte sich fortan Marie. An polnischen Universitäten waren damals noch keine Frauen zugelassen.

Mit Mitte 20 schloss Marie das Physikstudium schließlich als erste Frau und Jahrgangsbeste an der Sorbonne ab, in Mathematik erreichte sie das zweitbeste Diplom. Einige Jahre später machte sie  als eine der ersten europäischen Frauen überhaupt ihren Doktor und wurde sogar zur ersten weiblichen Professorin an der Sorbonne-Universität ernannt. Um im 19. Jahrhundert eine solche wissenschaftliche Karriere in einem männlich dominierten Feld hinzulegen, brauchte es neben Intelligenz auch allerhand Durchsetzungsvermögen und Willenskraft. Marie ging ihren Weg ungeachtet aller Hindernisse – was alleine schon ausreichen würde, um ganze Generationen neuer Wissenschaftlerinnen zu inspirieren. Doch die Forscherin hat in ihrem Leben noch viel mehr Bemerkenswertes erreicht.

Zwischen Nobelpreisen und Kriegsdienst

Unter anderem hat Marie Curie als erste Person überhaupt gleich zwei Nobelpreise verliehen bekommen! Nummer eins – einen Nobelpreis für Physik – gab es im Dezember 1903 für die Entdeckung der Radioaktivität. 1911 folgte Nummer zwei – ein Nobelpreis für Chemie – für die Isolation des radioaktiven Elements Radium. Dass Marie Curie auch gleichzeitig die allererste Frau war, der je ein naturwissenschaftlicher Nobelpreis verliehen wurde, überrascht die meisten an dieser Stelle wahrscheinlich nicht mehr.

Curie hoffte, mit ihrer Forschung zu radioaktiven Strahlen eines Tages Krankheiten heilen zu können. Und tatsächlich setzte sie zusammen mit ihrem ebenfalls in der Wissenschaft tätigen Mann Pierre den Grundstein für die spätere Radiochemie und Radiologie. Doch Curies Bemühungen zum Wohle anderer blieben nicht nur theoretischer Natur: Während des Ersten Weltkriegs entwickelte sie gemeinsam mit ihrer damals 17-jährigen Tochter Irène mobile Röntgenstationen in umgebauten Autos, um Kugeln im Körper verwundeter Soldaten lokalisieren zu können. Einen dieser Röntgenwagen fuhr Marie Curie sogar höchst selbst. Zusammen retteten die beiden Frauen so zahlreichen Soldaten das Leben.

Ein Tod für die Wissenschaft

Leider kamen Marie Curie ihre wissenschaftlichen Verdienste teuer zu stehen. Denn zu ihrer Zeit war noch nicht bekannt, wie gesundheitsschädigend radioaktive Strahlung und Materialien sind. Weil die Physikerin sich ihnen über Jahrzehnte hinweg ungeschützt aussetzte, wurde sie schwer krank. Am 4. Juli 1934 starb Marie Curie schließlich im Alter von 66 Jahren an Leukämie. Leider entging ihr dadurch, wie ihre Tochter Irène – eine der ersten Frauen, die Marie auf den Pfad der Naturwissenschaft geführt hatte – nur ein Jahr später selbst einen Nobelpreis für Chemie verliehen bekam.

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