Die Bundesregierung: deutliche Signale
Die Bundesregierung zeigt sich zufrieden mit diesem Ergebnis. Umweltminister Sigmar Gabriel bewertet es gar als „richtungweisendes Signal“, da die „USA den UN-Prozess eindeutig als das zentrale Forum anerkennen, um zukünftige Klimaschutzmaßnahmen zu verabreden.“ Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte den Erfolg, dass erstmals auch die USA eingesehen habe, dass der Klimawandel auf die Aktivitäten der Menschen zurückginge.
Die Umweltorganisationen: enttäuschte Erwartungen
Organisationen für den Umwelt- und Naturschutz hatten sich dagegen verbindliche Ziele aus Heiligendamm erhofft. Am Klimaproblem gemessen, sei das Ergebnis der Konferenz überaus mager, so Gerhard Timm, BUND-Geschäftsführer. Der WWF (World Wide Fund for Nature) begrüßte, dass die Führungsrolle beim Klimaschutz bei den Industrieländern liegt, kritisierte allerdings, dass es keine Zusage gebe, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen auf unter zwei Grad zu begrenzen. Der NABU (Naturschutzbund) wünscht sich verbindliche Zwischenziele für die Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen. Greenpeace erklärt den Gipfel sogar für weitgehend gescheitert, weil die G8-Staaten sich nicht verpflichtet haben, die CO2-Emissionen zu halbieren.
Wie es weitergeht
Die Welt blickt nun gespannt nach Bali, wo im Dezember die Kyoto-Abschlusskonferenz tagt. Die Umweltminister der G8-Staaten haben dafür bereits das Mandat erhalten.



