Was zeichnet einen guten Consultant aus?
Consultants „werden grundsätzlich eigenverantwortlich tätig und akzeptieren in Ausübung ihrer Tätigkeit keine Einschränkungen ihrer Unabhängigkeit durch Erwartungen Dritter“. Außerdem „führen sie eine unvoreingenommene und objektive Beratung durch und sprechen auch Unangenehmes offen aus“, heißt es in den Berufsgrundsätzen des BDU. Neben analytischen Fähigkeiten und einem strategischen bzw. vorausschauenden Denken, sind bei der Unternehmensberatung hohe Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und ein notwendiger Biss gefragt. Consultants müssen sich zudem oft als gute Teamplayer zeigen. Was das Fachwissen betrifft: Unter den Consultants finden sich vor allem Betriebswirte, Wirtschaftsingenieure und –informatiker, Juristen, Mathematiker und Naturwissenschaftler. Doch auch Geisteswissenschaftler mit einer Affinität zu Zahlen sind im Bereich Consulting zu finden. Sprachkompetenzen und Einfühlungsvermögen in andere Kulturen gehören insbesondere bei den großen, global agierenden Consulting-Firmen zu den Voraussetzungen für einen guten Consultant.
Wann und wo kommen Consultants zum Einsatz?
Das Tätigkeitsfeld eines Unternehmensberaters ist breit. Zum Einsatz kommt er allein oder in Teams bei Unternehmen, Institutionen oder der öffentlichen Hand, wenn es um die Optimierung von Geschäftsabläufen oder um die Planung und Abwicklung von Transaktionen – z. B. Akquisitionen und Börsengängen – geht. Er berät und begleitet den jeweiligen Auftraggeber aber auch beim Krisenmanagement, bei Public-Private-Partnership-Projekten, bei der Konzeption und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen, bei Liquiditätsengpässen oder gerichtlichen Auseinandersetzungen. Weitere Einsatzfelder sind strategische Immobilieninvestitionen oder das Bewerten und Management von Immobilien.
Unternehmensberater müssen zwar häufig mit Stress und Druck umgehen. Sie haben bei den entsprechenden Leistungen aber auch die Chance einer Karriere vom Projektmitarbeiter zum Projektleiter, vom Consultant zum Senior Consultant – oder können es sogar vom Associate zum Partner schaffen.



