Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt
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Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt

Bild: Foto: Markus Willimann, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Fähigkeiten, die in Zukunft noch mehr gefragt sein werden, sind Flexibilität und Mobilität. Daraus ergeben sich auch neue Chancen für Frauen und für Freiberufler. Wer sich darüber hinaus noch auf die richtigen Gebiete spezialisiert hat oder gar berufsübergreifende Qualifikationen nachweisen kann, ist für die Zukunftstrends auf dem Arbeitsmarkt allemal gerüstet.

Berufsübergreifende Qualifikationen

Fähigkeiten, die in Zukunft noch mehr gefragt sein werden, sind Flexibilität und Mobilität. Daraus ergeben sich auch neue Chancen für Frauen und für Freiberufler. Wer sich darüber hinaus noch auf die richtigen Gebiete spezialisiert hat oder gar berufsübergreifende Qualifikationen nachweisen kann, ist für die Zukunftstrends auf dem Arbeitsmarkt allemal gerüstet.

Flexibilität

Flexibilität bedeutet im modernen Arbeitsmarkt, dass der Arbeitnehmer Veränderungen gegenüber aufgeschlossen ist, dass er im Zweifelsfall auch mal Fehler eingesteht und immer bereit ist, sich auf Neues einzulassen. Dazu gehört es auch, sich auf die Sichtweise und die Vorschläge anderer einzulassen und Neues als Herausforderung, nicht als Last, zu empfinden. Gerade in den neuen Berufen, etwa im E-Business, ist die Fähigkeit, geistig flexibel zu reagieren, unabdingbar, denn hier wandeln sich die Anforderungen mehr oder weniger jeden Tag.

Flexibilität darf allerdings nicht mit Opportunismus und Anpassung um jeden Preis verwechselt werden. Merke: Flexible Menschen brauchen sich nicht zu verbiegen, sie können sich vielmehr leicht in neue Pläne einarbeiten und dadurch auch den Gewinn maximieren.

Wer also Flexibilität unter Beweis stellen möchte, muss sowohl Techniken der Arbeitsorganisation und der Aneignung von Wissen, als auch die notwendigen Lernmethoden beherrschen.

Mobilität

Nicht immer gibt es den Traumjob am Heimatort. Dann heißt es, flexibel auf die Angebote zu reagieren und im Falle des Falles den Wohnort zu wechseln. Innerhalb der Probezeit bietet es sich allerdings an, entweder zu pendeln oder sich befristet ein Appartement zu suchen. Übrigens: Manche Arbeitgeber bezuschussen solche Übergangslösungen. Natürlich gilt es in solchen Fällen auch abzuwägen, ob man seiner Familie einen berufsbedingten Umzug zumuten kann oder ob eine frische Partnerschaft Distanzen überstehen wird.

Stolpersteine für die Karriere

Dennoch wird Mobilität künftig auf dem Arbeitsmarkt ein wichtiger Faktor sein. Denn wer aufgrund persönlicher Umstände an einen bestimmten Ort gebunden ist, dem werden eine Reihe von Karrierewegen versperrt bleiben. Das gilt vor allem für Führungskräfte, für Mitarbeiter deutscher Tochterfirmen internationaler Unternehmen oder so genannter Start-ups, die von ausländischen Konzernen übernommen werden. Die Erfahrungen, die man in anderen Unternehmen oder bei der "Mutter" sammeln kann, besonders im Ausland, sind wertvoll für die weitere berufliche Entwicklung.

Eine Chance für Spezialisten

Gerade Spezialisten sind häufig an unterschiedlichen Einsatzorten gefordert. Sie müssen also bereit sein, heute hier und morgen da ihr Know-how zur Verfügung zu stellen. Das kann im In- oder auch im Ausland sein. Experten für bestimmte Maschinen oder Hardware-Einrichtungen etwa werden mit der Lieferung in alle Welt geschickt, um die Geräte vor Ort zu installieren, in Betrieb zu nehmen und die künftigen Betreiber mit der Technik vertraut zu machen. Das kann auch vierwöchige Aufenthalte in fernen Regionen bedeuten. Allerdings wird man von Land und Leuten eher wenig zu sehen bekommen.

Neue Möglichkeiten für Frauen

Frauen sind auf dem Vormarsch, auch wenn sie nach wie vor kaum in Spitzenpositionen zu finden sind. So schlecht die Arbeitsmarktlage im Augenblick auch ist, so gut stehen die Chancen für einen Neubeginn durch die ständigen Veränderungen in der Arbeitslandschaft. Frau muss sie nur nutzen und ihre Karriere bewusst und zielgerichtet planen. Voraussetzung ist allerdings wie bei allen anderen auch, dass Frau weiß, was sie will und was sie kann.

Neue Arbeitsformen

Moderne Kommunikationstechnologien, das Internet und die Globalisierung haben die Strukturen der traditionellen Arbeitswelt grundlegend verändert. An die Stelle von lebenslanger Beschäftigung bei einer Firma treten immer mehr Laufbahnen in unterschiedlichen Unternehmen. Tendenz steigend. Durch diesen Wandel und durch die damit verbundene zunehmende Akzeptanz solcher "Zickzack-Lebensläufe" verbessern sich die Möglichkeiten für alle Seiteneinsteiger und für Frauen, die ihre Karriere wegen der Kindererziehung hinten angestellt haben. War es früher verhältnismäßig schwer, nach einer längeren Pause wieder einen Anschluss an das Berufsleben zu bekommen, gestaltet sich das heute weitaus einfacher, wenn man eine gewisse Flexibilität, Selbstvertrauen, Einsatzbereitschaft sowie Mut und Motivation zum Beschreiten neuer Wege mitbringt.

Flexibilität

Darüber hinaus haben viel mehr Frauen die nötige Flexibilität, die heutzutage von Arbeitnehmern gefordert wird. Die meisten von ihnen sind es gewohnt, zwischen Kindern, Küche und Karriere zu jonglieren, um ihren Alltag auf die Reihe zu bringen. Somit bringen sie praktisch von Haus aus die besten Voraussetzungen mit, um komplexe Aufgabenbereiche mit Systematik zu erledigen.

Outsourcing

Der Trend in vielen Unternehmen, sich auf die wesentlichen Aufgaben zu konzentrieren und bestimmte Bereiche nach außen abzugeben, wird im Fachjargon "Outsourcing" (Auslagerung) genannt. Dadurch eröffnen sich ebenfalls neue Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Große Chancen haben Frauen, die sich auf bestimmte Gebiete spezialisieren und zu Experten auf ihrem Gebiet werden oder Dienstleistungen anbieten, die sie mitunter sogar von zu Hause aus erledigen können.

Spezialisierung und Generalisierung

Der Trend auf dem Arbeitsmarkt geht immer mehr in Richtung Spezialisierung. Dies gilt gleichermaßen für Fach- und Führungskräfte. Immer spezifischer werdende Anforderungsprofile führen dazu, dass die breit gestreute, aber wenig zielgerichtete Suche durch Anzeigen in überregionalen Zeitungen zunehmend erfolglos bleibt. Andererseits finden Spezialisten nur mit Mühe Firmen, die genau ihr Wissen suchen.

Kontinuierliche Weiterbildung

Zudem wird künftig ein Leben lang gelernt werden müssen. Um beruflich nicht aufs Abstellgleis zu geraten, wird es in Zukunft immer wichtiger werden, sich kontinuierlich weiterzubilden. Wissen, und dabei zählt ganz besonders Spezialwissen, ist in der Dienstleistungsgesellschaft Zukunftskapital.

Generalist oder Spezialist?

Zwar sind sich die Experten nicht ganz einig darüber, ob auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft eher der Generalist oder der Spezialist gefragt sein wird. Die Erfahrung zeigt auf der einen Seite, dass ein breites Wissen hilft, den Überblick zu behalten, und im Berufsleben mehr Flexibilität erlaubt. Auf der anderen Seite scheint es wichtiger, sich einige wenige Kompetenzfelder aufzubauen und sich damit eine berufliche Nische zu suchen. Wobei zwei oder gar drei mögliche Standbeine natürlich besser sind als nur eines.
In den verschiedensten Branchen kommt es bei den so genannten Schnittstellen-Positionen vor allem auf die Verbindung verschiedener Spezialabteilungen an. Hier sind breit angelegte Kenntnisse, so ausgewogen wie möglich, die Grundvoraussetzungen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Auch hier entwickelt sich aber auf der Grundlage dieses generalistischen Wissens ein branchen- und tätigkeitsbezogenes Spezialwissen.

Freiberufler

Was in den USA schon seit längerem gang und gäbe ist, nimmt auch in der Bundesrepublik immer mehr Gestalt an: Ein Großteil der Erwerbstätigen verdient seine Brötchen nicht mehr im Angestellten- oder Beamtenverhältnis, sondern als Freiberufler. Schenkt man den Zukunftsforschern Glauben, dann wird sich die Zahl der Selbstständigen bis 2010 sogar verdoppeln. Dabei macht die Arbeitsmarktentwicklung keinen Unterschied zwischen einem einfachen Handwerker und einem hoch qualifizierten Akademiker.

Wer sich rechtzeitig auf diesen Zukunftstrend einstellt, seine Fähigkeiten bündelt und als Rund-um-Paket oder als Spezialist auf dem freien Markt gut anzubieten versteht, stellt sich dabei meist nicht schlechter als Festangestellte.

Eigeninitiative und Selbstvermarktung

Zur effektiven Selbstvermarktung ist viel Eigeninitiative nötig. Freiberufler müssen kaufmännisches Geschick an den Tag legen und seelisch immer darauf vorbereitet sein, dass es dennoch hin und wieder Lücken in der Auftragslage geben kann. Daher empfiehlt es sich, auf mehreren beruflichen Standbeinen zu stehen. Hier kann es sinnvoll sein, unterschiedlichen Herren zu dienen. Das erhöht die Chancen auf eine kontinuierliche Beschäftigung. Von Vorteil ist es auch, wenn man sich stabile, persönliche Beziehungen aufbaut, auf die man im Fall eines Falles zurückgreifen kann.

Verschlankung der Unternehmen

Viele großen Konzerne und auch kleinere Unternehmen reduzieren heutzutage ihre Stammmannschaft auf ein Minimum und vergeben bestimmte Arbeiten stattdessen an qualifizierte externe Spezialisten oder auch an einfache Mitarbeiter, die sie für befristete Projekte anheuern. Das spart den Firmen eine Menge Personalkosten und hält ihnen den Rücken frei, schnell auf eventuelle Marktveränderungen zu reagieren. Der Nachteil: So flott wie Projekte angeschoben werden, so rasch können sie auch wieder beendet sein.

Unabhängigkeit

Durch die steigende Zahl PC-gebundener Arbeiten führt ein ganzes Heer von Freiberuflern seine Projekte zu Hause am eigenen Computer aus. Da dies meistens zeitlich begrenzte Projekte sind, die einen gewissen Umfang haben und bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein müssen, hat der Selbstständige großen Spielraum, was die Arbeitszeiteinteilung angeht. Zudem können solche Aufträge unabhängig vom Wohnort ausgeführt werden, da der weltweite Datentransfer per Computer von überall aus möglich ist.

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