Antonio Banderas
Leben & Lifestyle

Antonio Banderas

Bild: Foto: Markus Willimann, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Klischees vom Latinlover, vom ewigen Macho und Sexsymbol, kann Antonio Banderas schon längst nicht mehr hören. Kein Wunder, wenn man auf die lange Karriere des Spaniers zurückblickt. Die spektakulären Actionrollen des ’Desperado’ sind nämlich nur die eine Seite. Bevor Banderas zum ersten Mal in Hollywood vor der Kamera stand, konnte er bereits auf langjährige Erfahrungen in spanischen Filmen und auf den nationalen Theaterbühnen zurückblicken.

Keine Klischees bitte!

Von Thomas Ewald

Die Klischees vom Latinlover, vom ewigen Macho und Sexsymbol, kann Antonio Banderas schon längst nicht mehr hören. Kein Wunder, wenn man auf die lange Karriere des Spaniers zurückblickt. Die spektakulären Actionrollen des ’Desperado’ sind nämlich nur die eine Seite. Bevor Banderas zum ersten Mal in Hollywood vor der Kamera stand, konnte er bereits auf langjährige Erfahrungen in spanischen Filmen und auf den nationalen Theaterbühnen zurückblicken.

Die Bretter, die bald Hollywood bedeuten

Der in Malaga geborene Polizistensohn strebt zunächst jedoch eine Karriere als Fußballer an. Als eine Fußverletzung diesen Traum jäh platzen lässt, entschließt er sich zu einer Schauspielausbildung und absolviert in den folgenden Jahren mit einer unabhängigen Theatergruppe etliche Tourneen durch ganz Spanien. Angespornt durch diese ersten Bühnenerfolge zieht er 1981 nach Madrid und wird dort prompt nach einer Audition als Ensemblemitglied ans spanische Nationaltheater engagiert. Schon ein Jahr später gibt Banderas sein Leinwanddebut in Pedro Almodóvars Farce ’Labyrinth der Leidenschaften’. Mit unzähligen Parts in einheimischen Produktionen wird das junge Talent zu einem der begehrtesten Darsteller Spaniens. Seine größten Erfolge feiert er immer wieder gemeinsam mit Regie-Genie Almodóvar, darunter auch internationale Hits wie ’Fessle mich!’ und ’Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs’.

I don’t speak English!

Sein erstes Engagement in Hollywood, 1992 als kubanischer Musiker und Komponist Nestor Carillo in ’Mambo Kings’, ist für Banderas ein Wagnis. Er spricht kein Wort Englisch und lernt den Text nahezu komplett phonetisch, ohne den Inhalt zu verstehen. Das Musikdrama fällt an den Kinokassen zwar durch, für den Hollywood-Neuling ist es jedoch der Startschuss zu einer steilen Karriere. Banderas Rollen werden von Film zu Film größer und innerhalb weniger Jahre zählt er international zu den beliebtesten und bestbezahlten Filmstars. Zu seinen Erfolgen zählen das oscarprämierte Aidsdrama ’Philadelphia’ mit Tom Hanks, Bille Augusts Literaturverfilmung ’Das Geisterhaus’, Robert Rodriguez Thriller ’Desperado’ und der rasante Abenteuer-Streifen ’Die Maske des Zorrro’. Mit einem Gesangspart neben Madonna in Alan Parkers Musical-Adaption ’Evita’ erfüllt sich der Hobbymusiker 1996 einen Traum.

Tausendsassa Banderas

Auch hinter der Kamera kann Banderas punkten. Für sein Regiedebut ’Verrückt in Alabama’ wird er beim Filmfestival von Venedig für den Goldenen Löwen nominiert. Nach dem erotischen Thriller ’Original Sin’ landet Banderas 2001 in einem ungewohnten Genre einen der größten Hits seiner Karriere. Im Abenteuer ’Spy Kids’ muss er sich als ehemaliger Geheimagent von seinen eigenen Kindern aus den Klauen eines Bösewichts befreien lassen. Mit seiner Frau, der US-Schauspielerin Melanie Griffith, lebt Antonio Banderas abwechselnd in den USA und auf Marbella in Spanien. Mittlerweile ist er sogar offizieller Kulturbotschafter Andalusiens.

Autogrammadresse

c/o Creative Artists Agency
9830 Wilshire Blvd.
Beverly Hills
CA 90210
USA

Filmographie

Spy Kids (2001)
Original Sin (2001)
The Body (2000)
Knocked Out - Eine schlagkräftige Freundschaft (1999)
Verrückt in Alabama (1999)
The White River Kid (1999)
Der 13. Krieger (1999)
Die Maske des Zorro (1998)
Evita (1996)
Two Much - Eine Blondine zu viel (1996)
Desperado (1995)
Spiel mit dem Feuer (1995)
Assassins - Die Killer (1995)
Four Rooms (1995)
Miami Rhapsody - Heiße Nächte in Florida (1995)
Interview mit einem Vampir (1994)
Philadelphia (1993)
Das Geisterhaus (1993)
Mambo Kings (1992)
Terra Nova (1991)
Fessle mich! (1990)
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs (1988)
Das Gesetz der Begierde (1987)
27 Stunden (1986)
Matador (1986)
Labyrinth der Leidenschaften (1982)

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite