April, April!
Leben & Lifestyle

April, April!

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Mit Lügen haben es die Erwachsenen gar nicht. Da werden sie ganz schön sauer. Nur einmal pro Jahr darfst du sie veräppeln, was das Zeug hält. Am 1. April ist Flunkern offiziell erlaubt.


Mit Lügen haben es die Erwachsenen gar nicht. Da werden sie ganz schön sauer. Nur einmal pro Jahr darfst du sie veräppeln, was das Zeug hält. Am 1. April ist Flunkern offiziell erlaubt.


Warum? So genau weiß das keiner. Erklärungen gibt es verschiedene. Es heißt zum Beispiel, der 1. April sei der Geburtstag von Judas, der ja später Jesus verriet.


Die Römer feierten am 1. April ein großes Narrenfest, die Quirinalien. Und Heinrich IV. von Frankreich freute sich über das Liebesbriefchen einer unbekannten 16jährigen. Als der König zum Stelldichein in seinem Lustschloss eintraf, drehten ihm dort sein kichernder Hofstaat und seine Ehefrau eine lange Nase.


Vielleicht ist ja auch das wilde Aprilwetter Grund für den Brauch. „April, April“, macht bekanntlich, was er will.


Jedenfalls, am 1. April darfst du mogeln, dass sich die Balken biegen. Die Erwachsenen tun es auch. Sogar in der Zeitung oder im Radio. Sie versprechen kostenlose Flugtickets in Fantasieländer oder bitten um Wasserspenden, weil der Nord-Ostsee-Kanal ausläuft.


Eine Zeitungsschwindelei nennt man übrigens „Ente“. Im Internet, wo sich Lügenmärchen oft besonders lange halten, heißt es „Hoax“. Hast du als Schnellchecker die Mogelpackung sofort geblickt, kannst du sie auch „Grubenhund“ nennen.


Diese Nachricht machte Anfang März 2006 Schlagzeilen: Taucher hätten (schon im April 2005) eine ganz neue Tierart entdeckt. Sie fischten die blinde, blonde, behaarte Krabbe unweit der Osterinseln aus 2300 m Tiefe. Das seltsame Geziefer heißt angeblich „Kiwa hirsuta“, umgangssprachlich auch „Yeti-Krabbe“.


April? Osterinseln?? Yeti??? Taucher in 2300 Meter Tiefe (wo schon Tauchen unter 50 Meter für Menschen lebensgefährlich ist…)????


Na, da fangen unsere grauen Zellen doch zu rattern an. Liegt hier vielleicht der Hund begraben?

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite