Arbeit, nichts als Arbeit
Leben & Lifestyle

Arbeit, nichts als Arbeit

Bild: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es ist viel los am deutschen Arbeitsmarkt: Allein im Jahr 2000 waren etwa 12 Mio. Menschen auf der Suche nach einem neuen Job, wechselten die Stelle oder machten sich auf in das Abenteuer Selbstständigkeit. Nur ein geringer Teil der Wechselfreudigen nahm dabei das Arbeitsamt in Anspruch. Die Möglichkeiten sind vielfältig geworden und Eigeninitiative - sei es durch einen Blick in die Zeitung, ins Internet oder unter Zuhilfenahme eines privaten Arbeitsvermittlers - ist durchaus gefragt und sinnvoll.

Es ist viel los am deutschen Arbeitsmarkt: Allein im Jahr 2000 waren etwa 12 Mio. Menschen auf der Suche nach einem neuen Job, wechselten die Stelle oder machten sich auf in das Abenteuer Selbstständigkeit. Nur ein geringer Teil der Wechselfreudigen nahm dabei das Arbeitsamt in Anspruch. Die Möglichkeiten sind vielfältig geworden und Eigeninitiative - sei es durch einen Blick in die Zeitung, ins Internet oder unter Zuhilfenahme eines privaten Arbeitsvermittlers - ist durchaus gefragt und sinnvoll.

Selbst ist die Frau/der Mann

Der weitaus größte Teil der Stellenwechsel findet statt, ohne dass eine Lücke, also eine Zeit der Nichtbeschäftigung, entsteht. Denn die meisten Stellenwechsler wollen sich möglichst schnell verbessern oder neue berufliche Herausforderungen finden - ohne Wartezeit. Doch nicht jeder hat das Glück, von einem Jobscout für bessere und höher bezahlte Stellen entdeckt und abgeworben zu werden.

Wie also stellt man den lückenlosen Wechsel am besten an? Der Blick in die Zeitung oder das Internet ist sicherlich der erste richtige Schritt zur neuen Arbeitsstelle. Im Jahr 2000 fanden sich im Internet 600.000 Stellenangebote für Deutschland; mehr als die Hälfte davon, nämlich 360.000, waren vom Arbeitsamt ausgeschrieben. Die 40 größten Jobmaschinen boten etwa 200.000 Stellen an; das waren rund 100 % mehr als im Vorjahr. Prinzipiell gilt, dass das Angebot im Internet den Schwerpunkt auf Bewerber mit Hochschulabschluss oder ähnlicher Qualifikation setzt. Vor einer Bewerbung kann man sich im Netz anonym und detailliert informieren. Außerdem nutzen einige virtuelle Jobbörsen die Möglichkeit zur Interaktion: Man kann sein eigenes Persönlichkeitsprofil eingeben, um so eine maßgeschneiderte neue Stelle zu finden.

Die BA - der klassische Weg

Die Bundesanstalt für Arbeit (BA) ist nach wie vor der größte Stellenanbieter in Deutschland und mit 3,8 Mio. vermittelten Stellen im Jahr 2001 auch der erfolgreichste. Primäre Aufgabe der BA ist die Vermittlung freier Stellen an Arbeitsuchende. Dabei helfen ihr auf lokaler Ebene 181 Arbeitsämter und 660 Außenstellen. Seit neuester Zeit sucht die BA die Nähe zu privaten Arbeitsvermittlern: Die Arbeitsuchenden bekommen Gutscheine, mit denen sie private Vermittler einschalten können, die dann von der BA bezahlt werden.

Private Vermittler

Im Gegensatz zu den Niederlanden spielen die Privaten bei uns noch in der zweiten Liga. Dort wird jeder Fünfte privat vermittelt. Bisher suchen nur 3% der deutschen Firmen Hilfe bei den privaten Vermittlern, nur 1% ist dabei erfolgreich. Das Arbeitsamt wird im Vergleich dazu von 38% der deutschen Unternehmen bei der Suche nach Arbeitskräften eingeschaltet. Ein Grund für die niedrige Quote der Privaten könnte sein, dass sich das Angebot der Agenturen weitestgehend auf Arbeitsmarktnischen und die Vermittlung von Führungskräften beschränkt. Bei den sogenannten schwer vermittelbaren Arbeitslosen spielen die Privaten so gut wie keine Rolle.

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite