Geringe Teuerungsrate im Quartal vor der Fußball-WM
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben sich auch in jüngster Zeit die Gesamtkosten einer Arbeitsstunde im Produzierenden Gewerbe und in den Dienstleistungsbereichen nur gering verteuert. Der Anstieg im zweiten Quartal 2006 lag gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal bei lediglich 0,7 Prozent. Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten entwickelten sich unterschiedlich: Die Bruttolöhne und -gehälter je geleistete Stunde sind im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,0 Prozent gestiegen. Die Lohnkosten sanken im gleichen Zeittraum um 0,2 Prozent.
Deutschland im Europavergleich mit geringstem Anstieg
Im Euro-Währungsgebiet sind die Arbeitskosten für das erste Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent gestiegen, in der gesamten Europäischen Union sogar um 2,4 Prozent. In Deutschland betrug die Rate in diesem Zeitraum nur 0,5 Prozent. Im Ländervergleich weisen die baltischen Staaten die höchsten Steigerungsraten auf. Litauens Arbeitsstunden haben sich in diesem Zeitraum gegenüber dem Vorjahr um 13,2 Prozent verteuert. In Estland liegt der Wert bei 14,9 Prozent. Spitzenreiter ist Lettland mit einer Steigerung von 19,0 Prozent. Bei den deutschen Nachbarn sind die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr weniger stark. In Frankreich liegt die Steigerung der Arbeitskosten je geleistete Stunde bei 3,9 Prozent, in Polen bei 4,3 Prozent, in Dänemark bei 3,0 Prozent und in Österreich bei 2,8 Prozent.



