Archäologe/in
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Archäologe/in

Bild: Foto: Geolina163, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Promovierte Archäologen haben mehr Chancen

Aufgaben und Tätigkeiten

Der Archäologe erforscht all das, was vor- und frühgeschichtliche Kulturen an Bauten, Gräbern, Gegenständen, Schriftgut etc. hinterlassen haben. Dafür muss er mit Techniken der Ausgrabung, Konservierung und Restaurierung vertraut sein. Er hat eine große Verantwortung für die antiken Kulturgegenstände inne, denn einmal zerstört, sind sie unwiederbringlich verloren. Archäologen dokumentieren, publizieren und präsentieren ihre Ergebnisse gegenüber der wissenschaftlichen Fachgemeinde, der interessierten Öffentlichkeit und ihren Studenten, sofern sie an der Universität lehren. In der Regel erfolgt eine Spezialisierung auf eine bestimmte Epoche, wie z.B. klassische, christliche oder vorderasiatische Archäologie etc.

Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen

Archäologen arbeiten überwiegend bei Behörden, insbesondere bei Denkmalschutzbehörden, in Museen, an Universitäten und anderen Lehr- und Forschungseinrichtungen. Viele Archäologen arbeiten auch freiberuflich und haben eine eigene Ausgrabungsfirma gegründet. Sowohl bei Anstellungsverhältnissen als auch im freiberuflichen Bereich ist die Arbeitsmarktlage schwierig. Die Konkurrenz ist groß und die Arbeit der Archäologen wird von Bauherrn häufig als Behinderung empfunden.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Es gibt Fortbildungskurse in den Bereichen Museologie, Antiquitäten, Historische Materialkunde und Restaurierung, ggf. auch Kultur- und Bildungsmanagement und Bibliothekswesen. Darüber hinaus erfolgt die berufliche Weiterbildung durch das Verfolgen der einschlägigen Fachliteratur und durch den Besuch von Fachtagungen, Symposien und Kongressen. Für Archäologen ist eine Promotion besonders wichtig. Nur dann bestehen Aussichten, eine der wenigen Stellen im öffentlichen Dienst zu bekommen.

Ähnliche Berufsbilder und Synonyme

Verwandte Berufsbilder haben Kunsthistoriker, Restauratoren, in bedingtem Umfang Antiquare, Historiker und Ethnologen.

Voraussetzungen und Fähigkeiten

Neben dem Abitur benötigen angehende Archäologen Latein- und Griechischkenntnisse, die jedoch auch während des Studiums erworben werden können.

Ausbildung

Das Studium zum Diplom-Archäologen dauert in der Regel sechs Jahre und findet an Hochschulen und Universitäten statt. Archäologe kann man auch mit einem Magister-Abschluss in Vor- und Frühgeschichte werden.

Kontakt

Deutscher Archäologen-Verband e.V. (DArV)

68131 Mannheim
Tel.: 0621/1812263
Fax: 0621/1813993
DArV

Der Deutsche Archäologen-Verband ist der Berufsverband der deutschen Archäologen. Zur Zeit hat der Verband über 800 Mitglieder aus allen archäologischen Disziplinen: Klassische Archäologie, vorderasiatische Archäologie, christliche Archäologie, Ägyptologie, provinzialrömische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte und antike Bauforschung. Der Verband sieht seine Aufgaben in folgenden Bereichen: Berufs- und Sozialpolitik, Wissenschafts- und Bildungspolitik, Archäologie an den Universitäten und Hochschulen, Archäologie an den Museen, Archäologie am Deutschen Archäologischen Institut und seinen Auslandsabteilungen, Stand und Ziele der archäologischen Wissenschaften in der Öffentlichkeit sowie Archäologie und Bodendenkmalpflege.

Deutsches Archäologisches Institut

Podbielskiallee 69-71, 14195 Berlin
Tel.: 01888/77110
Fax: 01888/7711168
E-Mail: info@dainst.de
Deutsches Archäologisches Institut

Die Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Instituts führen Forschungen auf dem Gebiet der Archäologie und ihrer Nachbarwissenschaften im Inland, vor allem aber im Ausland durch. Das Institut veranstaltet wissenschaftliche Kongresse, Kolloquien und Führungen und informiert die Öffentlichkeit über seine Arbeit.

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